Feuerwehr-Einsatz in Ascheberg

Kellerbrand in Ascheberg: Fahrlässige Brandstiftung führte zum verheerenden Feuer

Vier Tage nach einem Kellerbrand in Ascheberg hat die Polizei die Ursache bekannt gegeben. Demnach soll das Feuer am Uhlenweg durch fahrlässige Brandstiftung entstanden sein.
Aufgrund der starken Rauch- und Hitzeentwicklung war der Kellerbrand in Ascheberg, der sich Donnerstag (21. Januar) ereignete, eine besondere Herausforderung - auch für erfahrene Kameraden. Nun ist klar, wie der Brand entstanden ist. © Feuerwehr Ascheberg

Nach dem Kellerbrand am Uhlenweg in Ascheberg ist nun offenbar klar, wie das Feuer am Donnerstag (21. Januar) entstanden ist. Die zuständige Polizei des Kreises Coesfeld geht davon aus, dass es sich um fahrlässige Brandstiftung handelt. Das teilte sie am Montag (25. Januar) mit.

„Unsere Brandexperten waren vor Ort und haben die Brandstelle im Keller untersucht. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Feuer durch eine Unachtsamkeit entstanden ist“, erklärt Sascha Kappel, Pressesprecher der Polizei des Kreises Coesfeld, am Montag. Demnach könne man – Stand jetzt – einen technischen Defekt ausschließen.

Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr Ascheberg

Bei dem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in Ascheberg waren am Donnerstagabend insgesamt etwa 85 Kameraden vor Ort. Das Feuer zu löschen, gestaltete sich schwierig, wie Wehrführer Rainer Koch erklärt: „Das war schon eine spezielle Situation. Die Kameraden mussten unter einer sehr starken Rauch- und Hitzeentwicklung und bei mangelnder Sichtweite arbeiten“. Laut Koch seien Temperaturen von 500 bis 600 Grad gemessen worden. Auch der Brandherd sei sehr schwierig zu erkennen und erreichbar gewesen, berichtet der Wehrführer von seinen Eindrücken vor Ort.

Zudem muss das Feuer bereits länger im Keller gelodert haben. „Vermutlich ist durch die Hitze ein Kellerfenster geplatzt. Dann kam Sauerstoff hinein und das Feuer hat sich schnell ausgebreitet.“ Schnell stand laut Koch nicht nur der Keller, sondern auch das komplette Gebäude unter Rauch.

Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit

Die sieben Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen – unter anderem über die Garage und eine Leiter. Sie wurden vor Ort von dem Rettungsdienst versorgt und wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das konnten sie aber Tags darauf wieder verlassen, wie Rainer Koch erzählt. Bei Angehörigen hätten die Bewohner des Hauses zunächst Unterkunft bekommen, erzählt der Wehrführer.

Insgesamt dauerte der Einsatz der Feuerwehr Ascheberg, die mit allen zwölf Fahrzeugen vor Ort war, mehr als drei Stunden. Erst um 21.30 Uhr konnten sie wieder abrücken. Auch der Löschzug Lüdinghausen war mit etwa 15 Kameraden vor Ort, von der Feuerwehr in Nordkirchen wurde man mit frischen Atemschutzmasken ausgestattet. Denn die Säuberung der Schutzausrüstung und das Bereitstellen der Fahrzeuge dauerte teilweise noch bis in den Samstag hinein, wie Rainer Koch erzählt.

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