Kolumbarium für Friedhöfe in Ascheberg und Herbern

Neue Bestattungsmöglichkeit

Die Gemeinde Ascheberg reagiert auf die Veränderung der Bestattungskultur und errichtet eine Urnenwand auf den Friedhöfen in Ascheberg und Herbern. Auch für besonders tragische Fälle soll vorgesorgt werden.

Ascheberg

, 21.11.2017, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Friedhof Ascheberg entsteht eine Kolumbarium-Wand.

Auf dem Friedhof Ascheberg entsteht eine Kolumbarium-Wand. © RN Foto Claudia Hurek

Bei den Bestattungen in Deutschland ist ein Wechsel der Elemente erkennbar: Weg von der Erde, hin zum Feuer. Auf die steigende Zahl von Urnenbestattungen will nun auch die Gemeindeverwaltung reagieren. Sowohl auf dem Friedhof in Ascheberg als auch in Herbern sollendeshalb sogenannte Kolumbarienwände aufgestellt werden.

Das lateinische Wort „columba“ bedeutet „Taube“, ein „Columbarium“ ist ein Taubenschlag. Weil antike Grabkammern in ihrer Bauweise große Ähnlichkeit mit einem solchen Taubenschlag hatten, setzte sich der Name als Bezeichnung für diese Katakomben durch. Mittlerweile bezeichnet „Kolumbarium“ eine Art Wand, in der Urnen auf Friedhöfen platziert werden – allerdings oberirdisch.

Wände kosten 28.000 Euro

Zwei solcher Wände sollen nun auf dem Gemeindegebiet entstehen, mit jeweils zwölf Kammern in Ascheberg (Nähe des Hochkreuzes) und in Herbern (südwestlicher Rand des Friedhofsgeländes). Da es sich um eine Modulbauweise handelt, können beide Wände jederzeit erweitert werden. Laut Verwaltungsvorlage für den Planungsausschuss am Dienstag, 28. November, um 18 Uhr im Bürgerforum, Dieningstraße 7, kostet eine Wand 14.000 Euro. Die Gesamtkosten von 28.000 Euro für beide Kolumbarien werden über die Grabstättengebühr refinanziert.

Allerdings ist auch die Erdbestattung weiterhin gefragt, wenn auch mit fallender Tendenz. Für den Friedhof Ascheberg soll der Planungsausschuss deshalb ein weiteres Grabfeld für halbanonyme Erdbestattungen beschließen. Außerdem bestehe auch die Nachfrage für eine Bestattungsmöglichkeit von „Sternenkindern“, also Kindern, die vor oder bei der Geburt gestorben sind. Bisher gibt es für sie lediglich eine Gedenkstele, eine Beisetzung ist jedoch nicht möglich. Das soll sich laut Verwaltung nun ändern, wobei das Thema für die Sitzung am 28. November wegen fehlender Recherchen noch zu früh kommt. Die Politik soll sich damit erst im Jahr 2018 befassen.

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