Langfristig sollen sich alle Blutspender für einen Spendetermin online oder über die App anmelden. Damit will das DRK Planungssicherheit schaffen - für den Dienst, aber auch für die Spender. © picture alliance/dpa
Blutspende in Herbern

Kürzere Wartezeiten für Blutspende in Herbern dank neuer Online-Anmeldung

Blutspender in Herbern können sich ab sofort Zeitabschnitte für ihre Spende reservieren. Dadurch sollen Wartezeiten verkürzt werden. Wir haben mit dem DRK-West über das neue System gesprochen.

Blutspender in Herbern können sich für die Termine in ihrem Ort ab sofort online anmelden. Der neue Service des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht den Blutspendern schon für den kommenden Blutspendetermin am 30. und 31. Juli zur Verfügung.

Über die Internetseite des DRK (www.drk-blutspende.de/blutspendetermine/) oder über die App „Meine Blutspende“ (herunterladbar für iPhones über den App Store und für Android-Geräte über den Playstore) können sich Blutspender im Viertelstundentakt einen gewünschten Zeitslot reservieren.

„Es ist ein Projekt, das wir schon länger angehen wollten“, sagt der stellvertretende Pressesprecher des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Daniel Beiser. Bei Blutspendeterminen an Schulen oder in Firmen sei das System bereits eingesetzt worden. Nun will das DRK-West den Service nach und nach flächendeckend ausrollen.

„Irgendwann soll man nur noch mit Anmeldung spenden können“

„Seit März wurde das System Stück für Stück eingeführt“, so Beiser. Nun gebe es wirklich viele Spendetermine, bei denen Blutspender sich online Zeitslots für ihre Spende buchen können. Bisher sei dies in einzelnen Spendenlokalen getestet worden – nun auch in Herbern. „Unser Wunsch ist es, bis Ende des Jahres alle Termine umgestellt zu haben“, sagt Beiser.

Denn das neue Online-System soll bleiben: „Irgendwann soll man nur noch mit Anmeldung spenden können“, erklärt der Pressesprecher. Der Hintergrund ist, dass dem Spender, aber nicht zuletzt dem Blutspendedienst damit die Planung der Spendetermine erleichtert wird – nicht nur in Sachen Material, sondern auch in Sachen Personal.

„Für den Spender hat es den Vorteil, dass sich die Wartezeiten reduzieren können“, so Beiser. Auch wenn das Prozedere drum herum – die Anmeldung und das Arztgespräch – bliebe und Zwischenfälle, wie etwa, dass einem Spender schlecht wird oder Personal krank wird, weiter vorkommen können.

Doch auch die Technik an sich bringt Vorteile: In der neu überarbeiteten „Meine Blutspende“-App können Blutspender nach ihrer Registrierung mit der eigenen Spendernummer die eigene Blutspende-Geschichte nachverfolgen, wie vielen Menschen sie mit ihren Spenden schon geholfen haben und sich erinnern lassen, wann sie das nächste Mal spenden dürfen.

Bisher seien die Erfahrungen mit dem digitalen Anmeldesystem gut. „Die Spender sind sehr dankbar“, sagt der Sprecher. Auch wenn man im Prozess immer einmal wieder Dinge anpassen müsse. „Deshalb setzen wir es Stück für Stück um, um da auch lernen zu können“, so Beiser. Derzeit sei es beispielsweise nicht möglich, sich noch am selben Tag einen Blutspendetermin zu reservieren. „Das versuchen wir noch umzusetzen“, sagt Daniel Beiser.

Ältere Spender können sich über die Hotline anmelden

Können Spender reservierte Zeitslots nicht einhalten, können diese über die kostenfreie Hotline des Spendendienstes (Tel. 0800/1194911) montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr umgebucht werden. Künftig soll das auch online und über die App möglich sein.

Dass die neue Technik gerade für ältere Spender eine Herausforderung bedeuten kann, das sei dem DRK-West bewusst, sagt Beiser. „Da muss noch dran gearbeitet werden. Aber es ist machbar. Es ist sehr leicht, einen Termin zu reservieren.“ Generell ist es beispielsweise auch möglich, sich über die Hotline einen Zeitslot zu reservieren.

Darüber hinaus seien aber auch für die regulären spontanen Spender ohne Anmeldung einzelne Spendenliegen geblockt. Der Großteil stehe künftig allerdings für online angemeldete Spender zur Verfügung. „Das ist ja das, wo die Reise hingeht“, so Beiser. In Arztpraxen oder Verwaltungen seien derartige Anmeldesystem schon oft zu finden.

Die nächste Möglichkeit zur Blutspende gibt es in Herbern am 30. und 31. Juli im Jochen-Klepper-Haus (Ostlandstr. 7), jeweils in der Zeit von 15.30 bis 20.30 Uhr.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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