Landwirte bieten Sonnenblumen zum Pflücken an und möchten so benachteiligten Kindern helfen

mlzBlumen zum Selbstpflücken

Sonnenblumen selbst pflücken – das ist in Herbern nun an zwei Stellen möglich. Dafür bieten die Landwirte um eine Spende für den guten Zweck. Funktioniert die Aktion auf Vertrauensbasis?

Herbern

, 06.08.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Blumen gegen einen kleinen Geldbetrag selbst auf den Feldern pflücken – das Angebot gibt es in vielen Städten. In diesem Jahr gibt es an zwei Standorten in Herbern auch wieder solche Selbstpflück-Stellen. Dort sind ausschließlich Sonnenblumen eingesät, die nun gepflückt werden können.

Für jede Blume die man abschneidet und mitnimmt, legen die Bürger ein paar Euro in die Geldkassette. In Herbern gibt es keine festen Preise pro Pflanze. Denn: Die Sonnenblumen werden für den guten Zweck verkauft.

Selbstpflücken ist an zwei Stellen möglich

Wie bereits in der Vergangenheit, unterstützen örtliche Landwirte die kreisweite Aktion. Das eingenommene Geld von den Selbstpflückfeldern fließt komplett an die Aktion Lichtblicke, die sich um benachteiligte Kinder, Jugendliche und Familien kümmert.

Bereits zum siebten Mal stellen Landwirte aus Herbern Flächen ihrer Felder zur Verfügung, um Sonnenblumen zum Selbstpflücken anzubieten. Nach einer Pause gibt es in diesem Jahr an zwei Stellen die Möglichkeit, Blumen zu pflücken: am Forsthövel-Liesenkampweg (am Betrieb von Gerhard Reimann) und am Wietheideweg in Horn.

Hoher Geldbetrag konnte gespendet werden

Die Aktion Lichtblicke wurde 1998 von den Lokalradios, den Caritasverbänden und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ins Leben gerufen. Sie unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in NRW, die benachteiligt sind oder Schicksalsschläge erlitten haben.

Am letzteren hat Landwirt Tobias Großerichter (31) an seinem Maisfeld auf einem eineinhalb Meter breiten Streifen von knapp 300 Metern Länge Blumensamen gesät. „Wir wollten gern wieder an der Aktion teilnehmen, weil sie in den vergangenen Jahren immer gut angenommen wurde“, erklärt Großerichter vom Landwirtschaftlichen Ortsverband Herbern.

Mit der Aktion haben die Landwirte des Kreises Coesfeld laut Großerichter seit 2012 bereits mehr als 20.000 Euro gesammelt. Einen festen Preis für die Blumen gibt es deshalb auch nicht. „Jeder soll einfach so viel er möchte in die Box werfen“, erklärt Großerichter.

Vereinzelt Fälle von Vandalismus

Doch funktioniert so eine Aktion auf Vertrauensbasis? In der Regel würde es nicht ausgenutzt werden, erklärt Großerichter. Derjenige, der eine Blume pflückt, legt also auch wie vorgesehen einen beliebigen Betrag in die Geldkassette. Dennoch hätte es auch schon mal Fälle von Vandalismus gegeben, wie der Landwirt erzählt.

Auch wenn es aufgrund von Diebstählen in den Vorjahren vereinzelt schlechte Erfahrungen gab, möchten die örtlichen Landwirte wieder Sonnenblumen zum Selbstpflücken in Herbern anbieten.

Wer sich Sonneblumen mitnimmt, kann sich selbst nicht nur eine Freude machen, sondern auch für strahlende Kinderaugen sorgen. Vorausgesetzt, man spendet Geld für die Blumen.

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