Lesepaten: Geringe Resonanz wegen Sommerwetter

HERBERN Der Startschuss für das neue Lesepaten-Projekt in der St. Benedikt Pfarrbücherei fiel gestern dem schönen Wetter zum Opfer: Nur die siebenjährige Nele aus Herbern hörte die Geschichte vom kleinen schwarzen Raben.

von Von Daniel Rustemeyer

, 02.07.2008, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die kleine Nele hatte alle Aufmerksamkeit für sich.

Die kleine Nele hatte alle Aufmerksamkeit für sich.

„Damit konnte im Vorfeld nun wirklich niemand rechnen“, urteilte Nicole Koy über den ersten Nachmittag in der noch jungen Geschichte der Lesepaten. Das warme Wetter sorgte für den Strich durch die Rechnung. Lediglich die kleine Nele holte am Nachmittag das Buch „Ein Rabe kommt selten allein“ aus dem geheimnisvollen Koffer.

Schwimmkurs als Alternative

Vorab berichtete ein Elternteil, dass viele Kinder zeitgleich an einem Schwimmkurs teilgenommen hatten. Dennoch ließen sich Nicole Koy und Bettina Kraß nicht aus dem Konzept bringen und veranstalteten eine kleine „Privatstunde“ mit Nele. Die beiden Frauen gehen stark davon aus, dass schon beim nächsten Lesepaten-Termin die Pfarrbücherei gut besucht werden würde.

Laut den Organisatorinnen sei das Projekt nämlich ziemlich wichtig: „Unser Ziel ist es, den Kindern das Lesen und das Gefühl des Lesens näher zu bringen“, erklärte Nicole Koy. Zusammen mit Bettina Kraß, Silke Adler, Marina Börste, Renate Forsthövel und Marlies Schwartländer möchte sie, dass das Interesse der „Kleinen“ auf Bücher geweckt wird. „Jedes Buch besitzt einen kleinen Schatz, der gefunden werden will“, erläuterte Bettina Kraß, „wir wollen die Kinder zum Bücherlesen hinführen – wir sind die ,Anti-Playstation-Bewegung‘.“

 Alle Aufmerksamkeit für Nele

Die kleine Nele hatte an diesem Nachmittag alle Aufmerksamkeit auf sich gerichtet. Als sie das Buch vom Raben aus dem geheimnisvollen Koffer herauszog, war sie schon ganz gespannt auf die abenteuerliche Geschichte. Das Mädchen wurde spielerisch in das Geschehen mit einbezogen. Sie machte sich sogar mit dem Plüschraben auf die Suche nach Nüssen.

 „Die hiesigen Ferienprogramme für Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren sind leider begrenzt, sodass wir uns für die etwas kleineren Kinder etwas Neues ausgedacht haben. Wir sind sicher, dass dieses Projekt in der Gemeinde gut aufgenommen wird“, klärte Nicole Koy letztendlich auf.

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