Lesung gab Einblicke in das tatkräftige Leben

Katharina von Bora

Er war Mönch, sie Nonne - als Ehepaar griffen sie in die Weltgeschichte ein. Doch während Martin Luther als Reformator die Welt veränderte, wirkte seine Frau Katharina von Bora eher im Hintergrund.

ASCHEBERG

von Von Nicole Klein-Weiland

, 17.10.2011, 14:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ulrike Schlottbohm gab mit einer szenischen Lesung Einblick in das Leben dieser ersten evangelischen Pfarrersfrau.

Ulrike Schlottbohm gab mit einer szenischen Lesung Einblick in das Leben dieser ersten evangelischen Pfarrersfrau.

Mit der Rede „Bist Du sicher, Martinus“ aus dem Buch „Wenn Du geredet hättest, Desdemona“, ließ Ulrike Schlottbohm ein lebendiges Bild der patenten Reformatorenfrau entstehen. So zeigte sie die sensible Seite Katharinas, die um ihr verstorbenes Kind trauert, aber auch die der pragmatischen Macherin, die gerne eine eigene Bitte ins Vaterunser aufnehmen würde: „Meinen täglichen guten Willen gib mir heute“. Mit ihrer Rezitation ließ Schlottbohm den ungehorsamen Geist Kathrina von Boras durch die lutherische Reformation wehen, die womöglich ohne die tatkräftige Frau im Hintergrund so nie hätte stattfinden können. Die zahlreichen Besucher belohnten Ulrike Schlottbohm und Melanie Wiebusch, die die Rezitation mit Gitarrenmusik aus der Zeit Luthers umrahmt hatte, mit viel Beifall.

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