Marita Heitbaum (77) aus Herbern strickt Mützen für den guten Zweck

Leidenschaft fürs Stricken

Marita Heitbaum (77) aus Herbern strickt für ihr Leben gerne. Doch nicht nur für sich, sondern mit gespendeten Wollresten auch für Bedürftige in Osteuropa.

Herbern

, 06.04.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marita Heitbaum (77) mit einer kleinen Auswahl ihrer Strickmützen "für den guten Zweck".

Marita Heitbaum (77) mit einer kleinen Auswahl ihrer Strickmützen "für den guten Zweck". © Claudia Hurek

Seit neun Jahren strickt stickt und häkelt sie jeden Mittwochnachmittag in Werne mit Gleichgesinnten. Für sich selbst und für den guten Zweck. Für Marita Heitbaum (77) gehört das Handarbeiten zu ihren liebsten Hobbys.

Die Kolpingsfamilie Herbern hat über mehrere Jahrzehnte Wollreste gesammelt; für diese stand in der Kirche St. Benedikt eine Box bereit. „Irgendjemand wusste, dass ich gerne stricke und so ist die Wolle dann irgendwann auch bei mir gelandet“, so die rüstige Rentnerin.

Decken für Leprakranke, Socken in allen Größen

Waren es zuerst Decken für Leprakranke und die Rumänienhilfe Heltau, die von verschiedenen Frauen gestrickt wurden, kamen später Socken in allen Größen dazu; immer für wohltätige Zwecke. Das Sozialkaufhaus in Werne war ebenfalls ein dankbarer Abnehmer für Babysachen, die liebevoll handgearbeitet waren. Inzwischen ist diese Sammelaktion leider eingestellt.

Ab und an bekommt Marita Heitbaum von guten Bekannten noch immer Wolle, die sie nun in Mützen verwandelt; mal einfarbig, mal bunt, mit Streifen oder auch mal mit Bommel. Jede Mütze ist ein Unikat. „In unserem Strickclub ist eine nette Dame, die die Mützen, nachdem diese professionell gereinigt wurden, an eine Krebsstation weitergibt.“

So einfach kann man aus Wollresten noch vielen Menschen eine Freude bereitet. Das kostet kein Geld, sondern nur ein wenig Zeit und Geschick und den Willen etwas Gutes zu tun.

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