Mehrheit der Eltern entscheidet sich für die Profilschule

Modellversuch

ASCHEBERG Der Elternwillen folgte dem politischen Willen: 98,4 Prozent der befragten Väter und Mütter aus den dritten und vierten Klassen der drei Grundschulen sprachen sich für die Einrichtung der Profilschule aus.

von Von Wolfgang Gumprich

, 07.10.2009, 17:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit der Beantragung eines Modellversuchs zur Profilschule verabschiedete sich der Rat aus dieser Legislaturperiode.

Mit der Beantragung eines Modellversuchs zur Profilschule verabschiedete sich der Rat aus dieser Legislaturperiode.

Die erforderliche Mindestschülerzahl von 96 wird nach dem vorliegenden Ergebnis "erheblich" überschritten, in der Jahrgangsstufe 4 gaben 140 Eltern ihre "prinzipielle Zustimmung", in der Klasse darunter waren es sogar 142. Auch wenn sich beim tatsächlichen Anmeldeverfahren Eltern für eine traditionelle Schulform (Haupt-, Real-, Gesamtschule oder Gymnasium) entscheiden, so hält die Umfrage fest, dass "ein Interesse zur Errichtung der Profilschule Ascheberg sowohl bei den Eltern der Dritt- als auch der Viertklässler in einem ausreichendem Maße vorhanden ist."Höchster Zuspruch für Profilschule in Ascheberg

Von den 282 "prinzipiellen Befürwortern" der Profilschule streben 116 für ihre Kinder den höchsten Bildungsabschluss des Sekundarschulwesens an, nämlich das Abitur. 97 Eltern wünschen für ihre Kinder den Bildungsgang Realschule, 24 die Gesamtschule und 14 die Hauptschule. 31 Eltern wissen noch nicht, welche Schulrichtung ihr Kind in spätestens zwei Jahren einschlagen soll.

Vergleicht man die Befürworter der Profilschule nach Grundschulen, so erhält man ein relativ einheitliches Bild: An allen drei Grundschulen der Gemeinde wollen die Eltern diese Schule. In Herbern sprechen sich knapp 69 Prozent der Eltern für diese Schule aus, in Davensberg sind es 75 Prozent und in Ascheberg knapp 81 Prozent. Dabei befürworten mehr Eltern der Drittklässler an den drei Grundschulen die Einrichtung der Profilschule als Eltern der Viertklässler: 79,3 Prozent stehen 72,7 Prozent gegenüber.

Investition in die Zukunft Im Laufe des Monats Oktober wird der Gemeinde Ascheberg der abschließende Gesamtbericht zur Elternbefragung übergeben. Bürgermeister Dieter Emthaus bedankte sich nach der Abstimmung bei den Ratsmitgliedern für deren Entscheidung. Er nannte sie "eine Investition in die Zukunft", bei der alle Kinder der Gemeinde Ascheberg die größtmögliche Chance auf einen ihnen passenden Bildungsgang erhielten.

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