Joachim Raguse erwirbt in Zwangsversteigerung Mode Menninghaus

mlzMitten in Herbern

Der Herberner Unternehmer Joachim Raguse ist neuer Besitzer der Menninghaus-Immobilie an der Südstraße 15. Er hat das Objekt in einer Zwangsversteigerung erworben und bereits konkrete Pläne.

Herbern

, 18.03.2019, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Kauf des ehemaligen Modegeschäftes Menninghaus im Herzen Herberns ist noch ganz frisch. „Am Freitag, 15. März 2019, habe ich das Objekt bei einer Zwangsversteigerung in Lüdinghausen erworben“, sagt Joachim Raguse (69) auf Anfrage. Über den Kaufpreis mochte er keine Angaben machen.

Der vordere Teil des Komplexes zur Südstraße bleibt bestehen, wird aber aufgewertet. Joachim Raguse will dort Wohnungen für Pflegebedürftige bauen.

Der vordere Teil des Komplexes zur Südstraße bleibt bestehen, wird aber aufgewertet. Joachim Raguse will dort Wohnungen für Pflegebedürftige bauen. © Jörg Heckenkamp

Dafür hat er bereits klare Vorstellungen, was er mit seiner neuen Immobilie anstellen möchte. „Ich plane dort Wohnungen für Pflegebedürftige.“ Zwölf Personen könnten demnächst dort einziehen. Außerdem will Raguse zwei kleine Einlieger- sowie eine Penthouse-Wohnung realisieren.

Zahnarzt kann bleiben, Sozialkaufhaus muss umziehen

Der Zahnarzt, der dort zurzeit über seine Praxis sowie eine Wohnung verfügt, könne weiterhin in dem Gebäude an der Südstraße 15 bleiben, sagt Raguse. Das Sozialkaufhaus, das derzeit die ehemaligen Mode-Verkaufsräume nutzt, muss allerdings umziehen. „Es gibt schon Bestrebungen für einen neuen Standort“, sagt er.

Er sei zuversichtlich, das Vorhaben in gut einem Jahr umgesetzt zu haben. „Man muss sich ja optimistische Ziele setzen“, sagt er mit einem Lächeln.

Doch zunächst geht sein Architekt Theodor Schroer in die Detailplanung. Größere Schwierigkeiten durch die Genehmigungsbehörden sieht Raguse nicht. Der Herberner: „Die Gemeinde hat generell grünes Licht zu meinen Plänen signalisiert.“

Die Pläne sehen den Erhalt des vorderen, aus dem Jahre 1967 stammenden Baukörpers vor. Die Front an der Südstraße möchte der neue Besitzer verschönern. Den hinteren, versetzten Gebäudeteil will er abreißen lassen. „Allein schon aus Gründen der Barrierefreiheit“, sagt Raguse.

Joachim Raguse am hinteren Teil des Gebäudes, den er abreißen und neu bauen lassen will.

Joachim Raguse am hinteren Teil des Gebäudes, den er abreißen und neu bauen lassen will. © Jörg Heckenkamp

Die Wohnungen für Pflegebedürftige will der rührige Unternehmer gemeinsam mit dem Werner Pflegedienst Jakubke anbieten. Beide haben bereits ein gemeinsames Projekt in Herbern realisiert: die im vergangenen Sommer eröffnete Wohngemeinschaft an der Hombrede.

Das Projekt Menninghaus steht übrigens genau gegenüber von einem weiteren Bauprojekt, das der 69-Jährige vor gut eineinhalb Jahren realisiert hat: den Abriss der alten Gaststätte Haus Bathe und den Neubau eines Mehrfamilienhauses.

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