Biene in der Nahaufnahme, gefilmt von Frank Simons aus Ascheberg. © Frank Simons
Ascheberger Hobby-Filmer

Mit Video: Frank Simons (45) gelingen zauberhafte Naturaufnahmen

Die Corona Pandemie bringt viele Dinge, die ansonsten ganz normal sind, zum Erliegen. Nicht so das Hobby, dem der Ascheberger Frank Simons (45) einen Großteil seiner Freizeit opfert.

Seit rund vier Jahren hält Frank Simons die Flora und Fauna der Davert, des Venner Moores und Ichterlohs im Bewegtbild fest. Seine „Follower“ auf Facebook will er mit seinen ausdrucksstarken Bildern für die Natur im näheren Umkreis begeistern.

Für Simons stand schon früh fest, dass er auf jeden Fall einen kreativen Beruf ausüben möchte. „Als Jugendlicher habe ich mich noch nicht so mit dem Fotografieren beschäftigt“, erzählt er. „Eher mit Modellbau; klar habe ich mal die Videokamera meines Vaters ausprobiert, aber daraus einen Beruf zu machen kam damals irgendwie nicht in Frage.“

Naturfilmer Frank Simons (45) aus Ascheberg mit einem Teil seiner Ausrüstung.
Naturfilmer Frank Simons (45) aus Ascheberg mit einem Teil seiner Ausrüstung. © Claudia Hurek © Claudia Hurek

Entschieden hat er sich schlussendlich für den Beruf des Tischlers. „Das war schon die richtige Entscheidung; hier kann ich meine Kreativität ausleben.“ Diese ist an vielen Dingen im gemütlichen Eigenheim, dass er gemeinsam mit Ehefrau Jessica und Bulldogge Anton bewohnt, klar erkennbar.

Vor gut vier Jahren entdeckte er dann das Filmen für sich. „Die ersten Filme habe ich noch mit dem Handy gemacht und mit einer App zusammengeschnitten. Irgendwann habe ich dann gedacht ich muss mir dann doch mal eine Kamera zulegen.“ Mit einer relativ einfachen hat der Hobbyfilmer die ersten Gehversuche in Sachen Naturfilm unternommen und schnell festgestellt, dass zu einem guten Film auch ein gutes Equipment zwingend notwendig ist. Inzwischen filmt er mit einer Lumix GH 5. „Das ist auf jeden Fall kein günstiges Hobby. Zu der Kamera kommen dann noch die Objektive und diverses Zubehör.“

Den Tieren ist der Ascheberger Filmer nahe gekommen.
Den Tieren ist der Ascheberger Filmer nahe gekommen. © Frank Simons © Frank Simons

Die Investitionen haben sich auf jeden Fall gelohnt, wenn man sich die Ergebnisse anschaut. Zauberhafte Tieraufnahmen wechseln sich mit Landschaftsbildern ab, für die zusätzlich zu seiner Kamera eine Drohne zum Einsatz kommt. All diese kleinen Szenen ergeben zusammengesetzt einen mehrminütigen Film mit beeindruckenden Bildern, die mit eigener oder lizenzfreier Musik untermalt sind.

Gemeinsam mit Freund Marius Reinländer widmet sich Simons noch der elektronischen Musik und hat hier nach „einem Dreivierteljahr wirklich harter und wochenlanger Arbeit am Laptop“ ein sozialkritisches Musikvideo fertiggestellt. Ebenso wie mit diesem Video möchte er mit seinen Naturfilmen etwas ausdrücken. „Mir geht es schon darum aufmerksam zu machen, dass sich die Natur sehr verändert; nicht zum Besten“, wie er immer wieder feststellen muss.

Verwunschenes Waldstück. Frank Simons filmt in der Davert und Umgebung.
Verwunschenes Waldstück. Frank Simons filmt in der Davert und Umgebung. © Frank Simons © Frank Simons

„Der Wald sich nach vielen Stürmen und anhaltender Trockenheit sehr verändert. Dort wo vor einigen Jahren noch zahlreiche Bäume standen, ist jetzt Brachland.“ Der Titel seiner aktuellen Filme lautet „Die Davert und ihre Nachbarn“ und ist in mehrere unterschiedlichen Folgen gegliedert.

Nicht nur die Natur liegt ihm am Herzen, sondern auch, unter anderem, das Festhalten schöner Erinnerungen. So hat er eine Kegeltour, die ihn mit seinen Kegelbrüdern nach Las Vegas und San Francisco geführt hat, ebenfalls gefilmt und so ein bleibendes Andenken für seine Freunde und sich selbst geschaffen. „Ganz wichtig ist noch zu sagen, dass man neben einer guten Ausrüstung ein gutes Bearbeitungsprogramm braucht. Sonst nützen die schönsten Bilder nichts.“

Auch die Dokumentation von Umweltschäden ist dem Ascheberger ein Anliegen.
Auch die Dokumentation von Umweltschäden ist dem Ascheberger ein Anliegen. © Frank Simons © Frank Simons

Bei gemeinsamen Spaziergängen mit Bulldogge Anton, macht ihn Ehefrau Jessica oftmals auf Dinge aufmerksam, die ihm entgehen. „Man kann nicht überall gleichzeitig hinsehen. Da bin ich dann sehr froh, dass Jessica dabei ist.“ Sie unterstützt das doch sehr zeitintensive Hobby ihres Ehemannes. „Ich bin gerne dabei, wenn mein Job das zulässt; es sei denn, er geht morgens um vier in die Davert. Da bin ich dann raus“, sagt sie mit einem Lachen.

Für gemeinsame Urlaube im Lieblingsland Kroatien haben die Eheleute allerdings ein Abkommen. „Einen Tag lang darf Frank ausschließlich für sein Hobby nutzen. Den Rest des Urlaubes hat er dann Filmverbot“, sagt Jessica Simons allerdings nicht so ganz ernstgemeint. „Aber für unsere gemeinsame Zeit halte ich mich tatsächlich dann zurück“, fügt Ehemann Frank hinzu.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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