Die Gebühren für die Müllabfuhr in der Gemeinde Ascheberg steigen 2021 leicht an. © Symbolbild picture alliance / dpa
Gebühren in Ascheberg

Müllabfuhr, Abwasser, Reinigung: Diese Gebühren müssen Ascheberger 2021 zahlen

Die Kosten für Abwasser, Müllabfuhr und die Friedhöfe steigen im kommenden Jahr in der Gemeinde Ascheberg geringfügig an. Was im Jahr 2021 wie viel kostet, lesen Sie hier.

Zum kommenden Jahr steigen die Kosten für die Müllabfuhr, Schmutzwasser und die Friedhöfe in der Gemeinde Ascheberg leicht an. Das hat der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss (HFWA) im Rathaus der Gemeinde Ascheberg entschieden.

Müllabfuhr: In Sachen Müllentsorgung kommt eine „moderate Steigerung“ von 1,75 bis 2,37 Prozent auf die Bürger der Gemeinde pro Tonne zu, je nachdem welche Tonnengröße die Menschen zu Hause haben, erklärte Klaus van Roje (Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen) im HFWA. Die 80-Liter-Tonne steigt um 3,06 Euro, die 120-Liter-Tonne um 4,66 Euro, die 240-Liter-Tonne um 9,25 Euro. Ein Grund etwa sei die Neuausschreibung der Schadstoffsammlung, die zu 2021 um 20 Prozent im Preis steige. 113.314,41 Euro kostet die Sperrgut- und Schadstoffabfuhr 2021 insgesamt in der Gemeinde. Erst 2022 wird zu Buche schlagen, so van Roje, dass die Ascheberger im Corona-Jahr ihre Häuser und Wohnungen kräftig ausgemistet haben. „Wir haben sehr viel Sperrmüll in diesem Jahr angeliefert bekommen und hatten mehrere Sonderöffnungen.“ Deshalb habe es auch einen Wachdienst gegeben.

Vorschlag der SPD, Berechnung zu ändern, scheiterte

Die Preise richteten sich nun nach den jeweiligen Marktbedingungen: Altpapier etwa habe im September im Schnitt 45 Euro gekostet, im Oktober durchschnittlich 38,38 Euro im November 60 Euro. „980 Tonnen Altpapier haben wir, da ist eine Schwankung enorm“, so van Roje. Gleiches gelte für Elektroschrott und Kleingeräte. Der Verkaufswert am Markt schwanke enorm von zeitweise 108,5 Euro auf 5 Euro und wieder auf 123 Euro. Aber: „Wir haben nur 19 Tonnen im Jahr, das spielt keine große Rolle“, so van Roje.

Christian Ley (SPD) merkte an, dass seine Partei die Restmülltonne als Grundlage der Berechnungen als ungerecht empfinde, weil Besitzer kleinerer Tonnen denen größerer preislich benachteiligt seien. „Wir wollen dafür werben, das nochmal zu überdenken.“ Maria Schulte-Loh (CDU) erklärte, dass das System vor 10 Jahren „lange und aufwendig“ auf den Prüfstand gestellt worden sei. „Von daher finde ich es wenig sinnvoll, jedes Mal diese Diskussion wieder aufzumachen.“ Auch Klaus van Roje empfahl, die bisherige Berechnungsgrundlage wie vom Städte- und Gemeindebund empfohlen beizubehalten. Am Ende stimmten die Anwesenden mit 12 Ja-, 4 Nein-Stimmen und einer Enthaltung für die Beibehaltung.

Abwasser und Entwässerung: Für Schmutzwasser zahlen die Ascheberger 2021 3,03 Euro pro Kubik, das ist eine Steigerung von 14 Cent, das Niederschlagswasser schlägt mit 0,46 Euro pro Kubikmeter zu Buche – ein Plus von 4 Cent gegenüber 2020. Als Begründung führt die Verwaltung an, dass die Personalkosten gemäß den Tarifen und Prozentsätzen normal gestiegen seien – um 17.000 Euro. Die kalkulatorischen Abschreibungen sind um 50.000 Euro gestiegen, die kalkulatorischen Zinsen um 30.000 Euro. Als Begründung nannte die Verwaltung hier etwa die Grundstücke im Hemmen und an der Königsallee, die noch erschlossen werden. Zu Buche schlägt auch die ungeplante Entleerung eines zweiten Klärschlammbeckens, was zusammen mit dem anderen, planmäßig geleerten 88.000 Euro gekostet hat.

In Sachen Abgaben für die Verbandsgewässer steige nur die Abgabe für die Stever Senden um 0,256 Cent, bei allen anderen Gewässern fallen die Abgaben.

Friedhofsgebühren: Die Kosten für Bestattungen steigen von 2020 auf 2021 je nach Bestattungsart um 11,6 bis 42,62 Prozent. Die Urnenbestattung von Erwachsenen etwa steigt von 226 auf 264 Euro, die Urnenbestattung von Kindern von 309 auf 352 Euro, die Erdbestattung von Personen ab dem 6. Lebensjahr von 474 auf 529 Euro. Insgesamt habe sich der Gebührenbedarf nur geringfügig gegenüber 2020 geändert. Insgesamt steigen die Kosten gegenüber dem Vorjahr je nach Bestattungsart (inkl. Herrichtung und Gebühr für Erwerb des Wahlgrabes) aber nur um 2,18 bis 3,23 Prozent.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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