Naturnahe Gärten: 2000 Quadratmeter großes Grundstück dienst als Beispiel in Ascheberg

mlzMit Fotostrecke und Video

Eine Arbeitsgruppe will in der Gemeinde Ascheberg den Lebensraum für Bienen und Co. verbessern. Ein Beispiel für einen insektenfreundlichen Garten gibt’s in unserer Fotostrecke und einem Video.

Ascheberg

, 03.07.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Neben der Igelhilfe ist die Arbeitsgruppe naturnahe (Vor-)Gärten die zweite, die sich beim Klimaforum der Gemeinde Ascheberg im Februar gebildet hat. Für diese Gruppe im Rahmen der Projekte für ein Nachhaltiges DAH (Davensberg-Ascheberg-Herbern) ist Susanne Schütte Ansprechpartnerin.

Ein Treffen der Arbeitsgruppe, zu dem interessierte Mitbürger eingeladen waren, fand am Dienstagabend bei Karoline Stermann in Davensberg statt. Ihr Garten auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Grundstück ist wie gemacht für Bienen, Hummeln, Insekten und weiteres Getier, das sich in der vielfältigen und farbenfrohen Blütenpracht augenscheinlich wie „im Paradies“ fühlen muss.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So schön sehen naturnahe Gärten aus

Der Garten von Karoline Stermann in Davensberg ist ein wahres Paradies für Bienen, Hummeln, Insekten und Co.. Das 2000 Quadratmeter große Areal ist so etwas wie ein Musterbeispiel für das, was sich eine neue Gruppe der Gemeinde Ascheberg vorgenommen hat. Sie setzt sich für mehr naturnahe Gärten ein - auf auf Gemeindeflächen.
01.07.2020
/
Besonders prachtvoll wächst hier der gelbe Steinklee oder Honigklee am Gartenteich. Er ist mehrjährig und eine Wuchshöhe von ca. 100 Zentimetern. Von Juni bis September bietet er mit seinen gelben Blüten für die Bienen einen reich gedeckten Tisch.© Claudia Hurek
Ebenfalls gelb blüht hier das Johanniskraut. Es ist der perfekte Pollenspender. Volkstümlich bezeichnet man die Pflanze auch als Herrgottsblut, da die Blüten beim Zerreiben einen roten Saft absondern. Die mehrjährige Pflanze wird 15 cm bis einen Meter hoch.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
Die 2017 angelegte Benjeshecke oder auch Totholzhecke bietet den Kleinsäugern, Vögeln und Insekten Schutz und Nahrung. Den Grundstock bilden Äste, Zweige und Reisig und Grünschnitt. die durcheinander als Wall locker gestapelt werden.© Claudia Hurek
Der prachtvoll in strahlendem blau blühende Natternkopf steht im Garten neben dem Lavendel ganz hoch im Kurs bei allen summenden Insekten. Über 30 verschiedene Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlinge fliegen diesen bevorzugt an.© Claudia Hurek
Vor der mächtigen Trauerweide tragen die Obstbäume schwer an ihrer Last. Neben Pflaumen, Pfirsichen, Äpfeln und Birnen wachsen Johannisbeeren , haben aber auch die Brennnesseln und die sogenannte Knoblauchrauke ihre Daseinsberechtigung.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
So sieht es im naturnahen Garten von Karoline Stermann in Davensberg aus.© Claudia Hurek
Der Bronzefenchel oder auch der „hübsche Bruder des Gewürzfenchels“ kann bis zu 150 Zentimetern groß werden und lockt den Schwalbenschwanz, der vielleicht prächtigste heimische Schmetterling an, der auf der Pflanze seine Eier ablegt.© Claudia Hurek

Momentan sammelt die Gruppe noch Ideen, wie man geplante Vorhaben am besten umsetzen kann. „Wir wollen ja den Menschen nicht den erhobenen Finger zeigen, sondern das Bewusstsein schaffen, das auch bienen- und insektenfreundliche Blumen nicht gleichzusetzen sind mir viel Arbeit“, sagt Karoline Stermann. „Wünschenswert wäre für uns eine Zusammenarbeit mit den hiesigen Blumengeschäften.“

Und Susanne Schütte ergänzt: „Unser großes Ziel ist es vorrangig, auf gemeindlichen Flächen sogenannte Patenbeete einzurichten. Hier arbeiten wir eng mit dem Bauhof der Gemeinde zusammen.“

Video
So sieht es im Garten von Karoline Stermann aus

Lebensraum zum Erhalt der Artenvielfalt

Welche gemeindlichen Flächen oder Beete für eine Art „Schaufläche“ in Frage kommen, ist in den kommenden Wochen zu klären. „Hier wäre viel Spielraum für anschauliche Bepflanzungen. Vielleicht bekommt der ein oder andere Lust darauf, seinen Garten doch zu verändern und so einen Lebensraum zum Erhalt der Artenvielfalt zu schaffen.“

Informationen rund um die verschiedenen Arbeitsgruppen sind bei Martin Wolf, Klimaschutzmanager der Gemeinde Ascheberg unter 02593 6096014 oder wolf@ascheberg.de erhältlich.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt