Neues Zuhause für Ziegen und Schafe gesucht

Tier-Auffangstation

Die Tierstation Felgenträger sucht dringend ein neues Domizil für ihre Schafe, Ziegen, Enten und Vögel. Jetzt hat sich die Gemeinde Ascheberg eingeschaltet.

HERBERN

von Von Helga Felgenträger

, 07.10.2011, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bevor die Tiefbauarbeiten für den dritten Bauabschnitt Mühlenberg starten, will sich Peter Kaufmann vom Fachbereich Bauen und Wohnen auf dem Gelände umsehen. Ein gemeinsamer Ortstermin mit dem Veterinäramt des Kreises ist geplant. "Wir wollen uns ein Bild von der Auffangstation machen", sagt Kaufmann auf Anfrage und hofft, gemeinsam mit dem Veterinäramt des Kreises Coesfeld und der Ordnungsverwaltung eine Lösung zu finden.

Die Familie Felgenträger hatte sich seit Monaten um ein neues Gelände bemüht. "Doch die Suche blieb erfolglos", sagt Klaus-Dieter Felgenträger (64). Es hätten sich nur einige Leute gemeldet, und Interesse an einem Tierkauf angemeldet. Er ist enttäuscht. "Wir wohnen auf dem Land und keiner kann uns ein Stück Pachtgelände zur Verfügung stellen", sagt sein Sohn Thorsten (33). Seit 16 Jahren geben die beiden Herberner Tieren ein Zuhause.Schrebergarten als Alternative

"Einige Tiere wurden nur für ein paar Tage abgegeben, doch die Besitzer kamen nie wieder, um sie abzuholen", blickt Felgenträger zurück. Ziegen, Schafe, Enten, Hühner, Papageien, Sittiche fütterten sie durch. Sofern sich tatsächlich keine Alternative anbietet und ihnen auch die Gemeinde nicht weiterhelfen kann, schauen sie sich nach einem Schrebergarten um, haben sich die beiden Tierschützer überlegt."Die Vögel und Katzen nehmen wir mit", sagt Thorsten Felgenträger. Die Schafe und Ziegen sollen verkauft werden, hätten sich schon Interessenten gemeldet.

"Von der Gemeinde aus können wir leider auch kein Gelände zur Verfügung stellen", bedauert Kaufmann und denkt dabei vor allem an die leeren Haushaltskassen. Doch er wolle keinen vertreiben, und hofft, mit der Familie einen gemeinsamen Konsens zu finden. Aber das Tiefbauunternehmen sitze ihm im Nacken und die Arbeiten müssten endlich beginnen. Mit der Vermarktung der 23 Baugrundstücke soll nach der Erschließung begonnen werden.

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