Pendleratlas Ascheberg: Fast 70 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten woanders

mlzArbeiten in Ascheberg

Die meisten Erwerbstätigen, die in Ascheberg wohnen, fahren für ihre Arbeit in eine andere Stadt. Das hat der neue Pendleratlas von IT.NRW gezeigt. Auch, in welche Städte die Menschen pendeln, steht im neuen Atlas.

Ascheberg, Herbern

, 22.10.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast 70 Prozent der Ascheberger pendeln für ihre Arbeit in eine andere Gemeinde oder Stadt. Das hat die neueste Analyse der Pendlerströme des Landesbetriebes IT.NRW, die am Dienstag (20. Oktober) veröffentlicht wurde, gezeigt.

8686 der 15.453 Einwohner Aschebergs waren 2019 erwerbstätig. 2019 sind 5900 dieser erwerbstätigen Personen, die in Ascheberg wohnen, zu ihren Arbeitsstätten außerhalb gependelt - 67,9 Prozent der hier Wohnenden sind also in eine andere Stadt oder Gemeinde zum Arbeiten gefahren. Innerhalb von Ascheberg sind 2019 2786 Menschen zur Arbeit gependelt - sie wohnen und arbeiten also in Ascheberg.

Zeitgleich sind 3186 Personen in 2019 nach Ascheberg aus ihren jeweiligen Wohnorten außerhalb von Ascheberg gependelt, weil sie in Ascheberg arbeiten. Das entsprach 53,3 Prozent aller Erwerbstätigen, die in Ascheberg arbeiten. Im kreisweiten Vergleich der höchsten Auspendlerquoten liegt Ascheberg damit auf Platz 176 von 396 Städten und Gemeinden. In Sachen Einpendlerquote auf Platz 245.

Dortmund, Hamm und Lünen unter Top-Auspendlerstädten

Zu den größten Auspendlergemeinden, die Ascheberger als ihren Arbeitsort ansteuern, gehören Münster (2227 Auspendler), weit abgeschlagen folgen Nordkirchen (348), Hamm (325), Werne (310) und Dortmund (293). Diejenigen, die in Ascheberg arbeiten aber nicht wohnen, kamen 2019 aus Münster (379 Einpendler), Hamm (285), Werne (270), Lüdinghausen (261) und Drensteinfurt (248).

Im Vergleich zum Jahr 2018 hat der Auspendlerstrom aus Ascheberg damit noch einmal zugenommen. Von den 2018 insgesamt 8443 Erwerbstätigen von 15.321 Einwohnern waren 5699 Personen (67,5 Prozent) in andere Städte zum Arbeiten gefahren. Doch im Vergleich zu 2018 hat 2019 auch die Zahl der Einpendler noch einmal zugenommen: Nach Ascheberg rein sind aus anderen Gemeinden und Städten 2018 3091 Personen gefahren (53 Prozent). Innerorts in Ascheberg gependelt sind 2018 2744 Personen (+42 Erwerbstätige).

Ascheberg-Trend spiegelt sich in landesweiten Zahlen wider

Der Gemeindetrend spiegelt sich auch in den landesweiten Zahlen wider: In ganz NRW ist im vergangenen Jahr 2019 mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen - 4,8 Millionen von 9,3 Millionen - zum Arbeiten in eine andere Stadt gefahren. 4,47 Millionen Personen pendelten innerhalb ihrer Gemeinde in NRW. Unter den NRW-weit Top-Einpendlerstädten sind Köln (352.529), Düsseldorf (313.337) und Essen (156 273), aber auch Dortmund (137.800) oder Münster (105.270).

„Die Pendlermobilität konzentrierte sich auf die nordrhein-westfälischen Hauptverkehrsachsen: Die Nord-Süd-Achse von Bonn bis Duisburg und die West-Ost-Achse von Mönchengladbach über das Ruhrgebiet bis nach Dortmund und Bielefeld“, teilt IT.NRW mit. Aber neben Münster werde auch stark nach Aachen - zum kleineren Teil auch aus Belgien und den Niederlanden - gependelt.

Ein Blick auf die Zahlen von 2016 auf kleinere Gemeinden in NRW zeigt laut IT.NRW auch, dass das Auto als das wichtigste Verkehrsmittel zur Arbeit genutzt wurde. Mehr als 80 Prozent sind demnach mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Wie hoch die Zahl der berufsbedingten Autofahrer in der Gemeinde Ascheberg ist, ist unklar, da die Zahlen auf Kreisebene erhoben wurden. Demnach sind 2016 im Kreis Coesfeld von 91.000 befragten Pendlern mit Anreise zur Arbeitsstätte 70 Prozent mit dem Auto zur Arbeit gefahren (63.000) - entweder selbst als Fahrer oder als Beifahrer. 22.000 (24,3 Prozent) sind mit Motorrad, Fahrrad oder Elektro-Rad gefahren. 5000 (5,7 Prozent) nutzten öffentliche Verkehrsmittel.

Weitere Zahlen finden Sie in der Übersichtskarte zu den Pendlerströmen in NRW unter www.pendleratlas.nrw.de

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