Deshalb tauschten Ascheberger Profilschüler ihre Schulhefte gegen eine Speisekarte

mlzProfilschule Ascheberg

Die Siebtklässler der Profilschule Ascheberg haben einen ganz besonderen Tag hinter sich. In der Küche traten sie vor einer Jury gegeneinander an.

Herbern

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Unterricht während der 20 Schulwochen eines Halbjahres teilt sich je zur Hälfte in Theorie und Praxis. Das Thema Nachhaltigkeit hat hier einen großen Stellenwert. Und dass es bereits in den Köpfen der jungen Leute angekommen ist, bewiesen jetzt die Schüler der Profilschule Ascheberg (PSA) bei einem Küchenduell.

Internationales Büfett zum Schuljahresabschluss

Die Speisenkärtchen der Klasse 7a auf dem fertig angerichteten Büfett bestanden aus Esspapier und waren mit ungiftigen Stiften beschriftet. Pro Klasse galt es für vier Schüler, ein internationales Büfett zum Schuljahresabschluss herzustellen.


Aus neun Komponenten zogen die Köche am Morgen des Küchenduells jeweils drei für ihre Gruppe.

Rezepte suchen und ab in den Supermarkt

Anschließend hieß es für Eileen, Lara, Leo, Hannes, Elias Celina, Anna-Lena, Joyce, Elvin, Lina, Lea und Max: Rezepte aussuchen, Zutaten notieren und dann ab zum Einkauf, für den jede Gruppe 15 Euro zur Verfügung hatte. Und das war schon die erste Herausforderung.

Zurück in der Schulküche, planten die einzelnen Gruppen die jeweiligen Arbeitsschritte und schon ging es ans Werk. Denn bis 12 Uhr musste das komplette Büfett bestückt sein.

Lehrerin: „Fehler macht man meistens nur einmal“

Lehrerin und Hauswirtschaftsleiterin Katrin Wachsmann behielt in der wuseligen Küche die Übersicht und hatte für die Kids den einen oder anderen Tipp parat. „Allerdings lasse ich sie oftmals erst selbstständig handeln. Fehler macht man meistens nur einmal. Wenn sie fragen, helfe ich natürlich gerne.“

Die Jury betand aus Sozialarbeiter Michael von Heesen, Ernährungsberaterin Ellinor Vogt sowie Luca Stellmacher, ehemaliger Schüler der PSA und inzwischen im dritten Lehrjahr seiner Kochausbildung bei Clemens August in Davensberg.

Verkostung und Bewertung

Bewaffnet mit einem Bewertungsbogen, auf dem sowohl die Ausgewogenheit entsprechend der Ernährungspyramide als auch Arbeitsplanung, Hygiene und die Teamarbeit zu bewerten waren, hatte die Jury während der gesamten Zubereitungszeit ein Auge auf die Schüler.

Pünktlich um 12 Uhr stand dann für die Jury der schönste Teil der Bewertung an: die Verkostung. Neben Gemüsestreifen mit Quark-Dip, Blätterteigtaschen, Mais-, Nudel- oder Gemüsesalat, gab es ein Beeren-Dessert sowie Shakes mit Erdbeeren und Bananen.

Büfett für den Ersten, Obstkörbe für die anderen

Nach eingehender Beratung vergab die Jury den ersten Platz schließlich an die Klasse 7a, die mit einem Punkt Vorsprung auf die beiden punktgleichen zweiten Plätze für die 7b und 7c die Nase etwas weiter vorn hatte.

Nun durften sich alle Schüler der Klasse 7a den Hauptpreis, die Speisen des kompletten Büfetts, schmecken lassen. Die beiden zweiten Plätze erhielten jeweils einen üppigen Obstkorb.

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