Lehrerin Simone Lütkenhaus (v. l.), Emilie Pelster, Louisa Kaiser und Louisa Bürger im regen Erfahrungsaustausch. © Claudia Hurek
Abi nach der Profilschule

Profilschule Ascheberg: Dieses Mal lernen die Lehrer von den Schülern

Normalerweise lernen die Schüler von den Lehrern. An der Profilschule war es jetzt umgekehrt. Ehemalige Schüler, die mittlerweile das Abi gemacht haben, berichteten von ihren Erfahrungen.

Schulleiter Jens Dunkel, Lehrerin Simone Lütkenhaus und Lehrer Max Boll haben Ehemalige des Entlass-Jahrgangs 2018 eingeladen, die jetzt ihr Abitur bestanden haben. „Wir wollen als Schule besser werden, aber gut bleiben“, so Simone Lütkenhaus. „Der Erfahrungsaustausch mit den Schülern und Schülerinnen, wie gut der Übergang von der Profilschule für den einzelnen in die Oberstufe funktioniert hat, ist uns hier eine große Hilfe.“

Die Abi-Noten liegen bei den Teilnehmern zwischen 1,1 und 2,5; somit ein Ergebnis, dass sich sehen lassen kann. Die Schüler haben ihre Allgemeine Hochschulreife an den verschiedenen Schulen erlangt. „Ich freue mich sehr und habe ganz großen Respekt vor eurem Erfolg ganz oben dabei zu sein“, sagt Schulleiter Jens Dunkel.

Beim Wiedersehen v. l.: Jonas Schorn, Hannah Westhoff, Hannah Lütkenhaus, Emilie Pelster, Johanna Steffen, Jule Schulze Pellengahr, Louisa Kaiser, Alina Falke, David Angelkort, Louisa Bürger, Ben Heitmann, Simone Lütkenhaus, Jens Dunkel, Max Boll.
Beim Wiedersehen v. l.: Jonas Schorn, Hannah Westhoff, Hannah Lütkenhaus, Emilie Pelster, Johanna Steffen, Jule Schulze Pellengahr, Louisa Kaiser, Alina Falke, David Angelkort, Louisa Bürger, Ben Heitmann, Simone Lütkenhaus, Jens Dunkel, Max Boll © Claudia Hurek © Claudia Hurek

Die elf Schüler teilten sich in drei Gruppen ein. Die Fragen, die die Lehrer brennend interessierten, waren breit gefächert und drehten sich zum Beispiel um die spätere Nützlichkeit der Arbeitstechniken, die zum Leitbild der PSA gehören oder auch den Übergang der verschiedenen Fächer, die am Gymnasium gelehrt werden.

Profilschule Ascheberg als optimale Vorbereitung

Für Emilie Pelster, Louisa Kaiser und Louisa Bürger war die Profilschule die optimale Vorbereitung auf das Abitur. Emilie Pelster hat ihr Vollabitur an der Hildegardis Schule, einem Berufskolleg, im Bereich Gesundheit und Soziales absolviert. Die beiden Louisa’s haben ihr Abitur am Joseph-Haydn-Gymnasium (JHG) bestanden. In einem sind sich die drei ehemaligen Schülerinnen der PSA einig. „Wir haben eine richtig gute Struktur mitbekommen. Was zum Beispiel die Organisation des Lernens und der Hausarbeiten angeht.“

Hier ist das SegeLn (selbst gesteuertes Lernen) ein bedeutender Baustein. Auf der Homepage der PSA heißt es hierzu: „Wir wollen eine Schule für alle Kinder sein! Deshalb müssen wir jedem Kind seine ihm gemäße Möglichkeit zum lernen geben…“ Die Kinder lernen hier sich selbst Ziele zu setzen, selbst zu entscheiden und diesen Erfolg selbst zu bewerten.

Die drei Schülerinnen, die nach der Grundschule eine Empfehlung für das Gymnasium hatten, war der „Umweg“ über die Profilschule bis zum jetzt bestandenen Abitur der zu 100 Prozent richtige Weg. Louisa Bürger: „ Durch das SegeLn hatten wir kein Problem uns in den vergangenen Wochen beim Homeschooling zu motivieren. Für mich war die Profilschule mit ihrer „kreativen Schiene“ genau richtig und ich würde mich immer wieder dafür entscheiden. Der Leistungsdruck im Gymnasium wäre deutlich höher gewesen.“

„Vollabi am Berufskolleg die richtige Entscheidung“

„Wenn man schon weiß, wohin die Reise beruflich gehen soll, ist das Vollabi am Berufskolleg die richtige Entscheidung“, sagt Emilie Pelster. Nach den Sommerferien absolviert sie ein FSJ an der Grundschule in Walstedde, um dann zu entscheiden, ob sie Lehramt für Grundschule studiert oder der Weg sie in eine andere Richtung führt.

Louisa Bürger geht für ein Jahr nach Südafrika, um dort ein Praktikum bei einem Kinderhilfeprojekt abzuleisten. Louisa Kaiser startet zum 1. August eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Hamm. „Bevor ich tatsächlich ein Medizinstudium beginne, ist die Ausbildung eine echt gute Alternative, um mir Klarheit zu verschaffen ob es dieser Weg wird.“

Hohe Wertschätzung der Profilschüler

Die Wertschätzung der Profilschüler war an allen weiterführenden Schulen gleich gut. „Die Zusammenarbeit mit den Schulen hat bislang sehr gut funktioniert“, weiß Simone Lütkenhaus aus Erfahrung. Auch Tipps an das jüngere ich haben die Mädels parat: „ Macht euch nicht so viele Sorgen und habt keine Angst, dass ihr nicht mitkommt.“

Über die Autorin
Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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