Profilschule nur noch an einem Standort – Kita Abenteuerland und Marienschule vor Umzug

Profilschule Ascheberg

Die Profilschule Ascheberg soll an einem Ort konzentriert werden, die Kita Abenteuerland in die Marienschule einziehen. So wünscht es sich die Politik - und hat viele Möglichkeiten.

Herbern, Ascheberg

, 23.11.2018, 16:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Profilschule nur noch an einem Standort – Kita Abenteuerland und Marienschule vor Umzug

Frank Lose hat im Schul- und Kulturausschuss die Pläne seines Architektenbüros vorgestellt. © Mario Bartlewski

Die Zeichen für die Profilschule Ascheberg stehen nach Donnerstagabend klar auf Zusammenlegung der bisher beiden Standorte. Einstimmig haben sich die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses nach der Präsentation des Architekturbüros Lindner und Lohse dafür ausgesprochen.

Leer stehen soll das bisherige Gebäude der Profilschule in Herbern (früher Theodor-Fontane-Hauptschule) allerdings nicht. Die Mariengrundschule soll hier einziehen und die Kita Abenteuerland soll dann aus den befristet angemieteten Containern in die Marienschule ziehen.

Müller-Middendorf: „Planung mit Hand und Fuß“

„Das ist eine Planung mit Hand und Fuß und zukunftsweisend“, sagte Volker Müller-Middendorf von der UWG und sprach damit den anderen Ausschussmitgliedern aus der Seele.

Ausgelegt für die Dreizügigkeit soll die zusammengelegte Profilschule in Ascheberg werden und alles bieten, was eine moderne Profilschule benötige. Dazu gehören Flächen zum selbstständigen Lernen, Fachklassen und Ganztagsräume.

„Der Standort ist grundsätzlich gut geeignet, um die Profilschule zusammenzuführen“, sagte Architekt Frank Lose. Sinnig sei das, weil so Räume wie die Verwaltung oder bestimmte Fachräume nicht mehr doppelt vorhanden sein müssten.

Mehr Fläche an Profilschule nötig

Mehr Fläche bräuchten die Schüler der Profilschule in Ascheberg allerdings trotzdem. Mehr als 1000 Quadratmeter fehlen laut jetzigen Berechnungen am Standort in Ascheberg. Trotzdem: Für ein Drittel mehr Schüler und Lehrer benötige man bloß ein Viertel mehr Fläche. „Das Verhältnis ist sehr günstig“, sagte Architektin Wibke Evert.

Bei den genauen Umsetzungen ist allerdings noch jede Menge Spielraum. Der Ausschuss hat beschlossen, dass die Verwaltung alle erforderlichen Maßnahmen für die Umsetzung einleiten soll. Dazu gehören unter anderem Vergabeverfahren für die Planung, Kalkulation der Kosten und Umsetzung sowie Genehmigungsverfahren.

Lehrerin freut sich über neue Möglichkeiten

Für den Umzug der Marienschule und der Übi soll die Verwaltung hingegen ein Fachplanungsbüro beauftragen, ein Planungsverfahren einleiten und für die Nachnutzung der Marienschule als Kita soll ein Fachplanungsbüro ein Konzept entwickeln. Auch hier müssten die bisherigen Gebäude für die neue Nutzung angepasst werden.

„Wir haben toll zusammengearbeitet und sehen in den Plänen eine große Chance“, sagt Daniela Offermann, Lehrerin an der Marienschule. „Räumlich sind wir gerade an der Kante.“

Umsetzung dauert wohl mindestens bis 2022

Bis 2022 könnte die Umsetzung nach einem Vorschlag der Architektenbüros dauern. Das ist noch hypothetisch. Doch mit dem Beschluss ist ein erster Schritt in Richtung Umsetzung gemacht. Das könnte nicht nur Auswirkungen auf Schüler, Lehrer und Kindergartenkinder haben, sondern auch auf den Herberner Ortskern.

Wie sich Herbern verändern könnte, dazu hat das Architektenbüro auch Vorschläge mitgebracht. Für Parkplätze könnte die Turnhalle abgerissen werden, einen Ersatzneubau könnte es um Nordosten geben und ein multifunktional nutzbares Forum könnte entstehen.

Was alles möglich ist, soll Anfang 2019 nochmals mit den Bürgern besprochen und diskutiert werden. Dann soll eine Bürgerinformation noch mehr Klarheit bringen.

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