Release-Neubau in Herbern: Spatenstich wohl 2018

Mehr Betten für die Drogenhilfe

Vor zwei Jahren hatte es die Klinikleitung bereits angekündigt. 2016 stellte sie die ersten Pläne für den geplanten Neubau vor. Jetzt, wieder ein Jahr später, ist die Fachklinik Release in Herbern einen entscheidenden Schritt weiter.

Herbern

, 10.12.2017, 14:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fachklinik Release an der Merschstraße in Herbern: Das vordere Gebäude bleibt stehen, der Neubau wird von der Straße kaum zu sehen sein. Nach dessen Fertigstellung plant die Klinikleitung, auch das Haupthaus an der Straße (Foto) zu sanieren.

Die Fachklinik Release an der Merschstraße in Herbern: Das vordere Gebäude bleibt stehen, der Neubau wird von der Straße kaum zu sehen sein. Nach dessen Fertigstellung plant die Klinikleitung, auch das Haupthaus an der Straße (Foto) zu sanieren. © Claudia Hurek

Ende November hat die stationäre Drogenhilfe an der Merschstraße in Herbern den Bauantrag für den geplanten Neubau gestellt – mit dem muss sich jetzt die Kreisverwaltung beschäftigen.

Langer Planungsprozess geht zu Ende

„Wir warten auf Rückmeldung“, sagt Klinikleiter Denis Schinner und hofft gleichzeitig, dass in der zweiten Jahreshälfte 2018 der erste Spatenstich für den Neubau erfolgen kann.

Das wäre der Anfang einer langen Bauphase, gleichzeitig aber auch das Ende eines ebenso langen Planungsprozesses, in den der Arbeitskreis für Jugendhilfe in Hamm als Bauherr, das Netzwerk Suchthilfe als Betreiber der Fachklinik, Klinikleitung und Architekt Viktor Nachtigall involviert waren.

Großprojekt verschlingt 2,5 Millionen Euro

Geplant ist ein moderner, zweigeschossiger Neubau mit Satteldach. Der von der Straße aus hinten gelegene Altbau soll für das neue Gebäude abgerissen werden. Das Haupthaus, das von der Straße ersichtlich ist und der Fachklinik ihr Gesicht gibt, bleibt stehen. Schinner: „Wir wollen Haupthaus und Neubau in einer L-Form miteinander verbinden und damit trockene Wege für Patienten und Mitarbeiter schaffen.“

20 circa 15 Quadratmeter große Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer sind geplant. In ferner Zukunft soll es außer für Paare gar keine Doppelzimmer mehr geben. Die könne man aber nicht im Bestand auflösen. Deshalb der Umbau. Mit dem Neubau und inklusive Haupthaus stockt die Fachklinik von 30 auf 39 Betten auf. Glasfronten sollen unter anderem für eine lichtdurchflutete Mensa sorgen. Insgesamt verschlingt das Großprojekt 2,5 Millionen Euro.

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