Bemühungen um Fußgängerzone Sandstraße zum Scheitern verurteilt

Sandstraße Ascheberg

Die Sandstraße im Herzen Aschebergs steht in der Diskussion. Fußgängerzone ja oder nein, lautet die Gretchenfrage. Die Verwaltung macht nun einen klaren Vorschlag.

Ascheberg

, 20.03.2019, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine autofreie Sandstraße, selbst als zeitlich befristeter Versuch, dürfte es kaum geben.

Eine autofreie Sandstraße, selbst als zeitlich befristeter Versuch, dürfte es kaum geben. © Tina Nitsche (A)

Die Politik befasst sich seit geraumer Zeit mit der Frage, ob sich die Sandstraße im Herzen Aschebergs in eine Fußgängerzone verwandeln soll. Die Verwaltung hat für die nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses eine eindeutige Stellungnahme abgegeben. Sie schlägt der Politik vor, alles so zu belassen, wie es ist.

Zuletzt hatte die SPD gefordert, sozusagen eine Fußgängerzone auf Probe einzurichten. Und zwar zwischen Einfahrt Lambertus-Kirchplatz und der Himmelstraße im Zeitraum vom Ende der Jacobi-Kirmes am 29. Juli bis zur Italienischen Nacht am 9. August.

SPD: Situation an der Sandstraße ist kaum tragbar

Die Bürger würden die Verkehrssituation auf der Sandstraße „weiterhin als kaum tragbar erleben“, schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Antrag. Das Tempolimit würde missachtet, Autos parkten auf den Gehwegen, es gäbe „erheblichen Durchgangsverkehr“.

Falsch, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Eine Verkehrszählung durch eine Ingenieurgruppe habe ergeben, dass der durchschnittliche Tageswert von 2776 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden „nicht überverhältnismäßig hoch ist und (...) gesunde Wohn- und Lebensverhältnisse entlang der Sandstraße möglich sind“.

Fußgängerzone hätte negative Folgen im Umfeld

Eine zeitlich begrenzte Fußgängerzone hätte negative Folgen auf die umliegenden Straßen, wie sowohl die Ingenieurgruppe als auch die Straßenverkehrsbehörde vermutet. Insbesondere würden die Autos „über die Konermannstraße mit den angrenzenden sensiblen Nutzungen (Kindergärten)“ ausweichen.

Dieses Thema behandelt der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 28. März 2019, um 18 Uhr im Saal des Bürgerforums, Dieningstraße 7
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