Die Umgestaltung des Ortskerns in Ascheberg ist eines der Projekte, in die Fördermittel des Bundes fließen. © Eva-Maria Spiller (Archiv)
Bundestagswahl 2021

So viel Bund steckt in der Gemeinde Ascheberg: Aula, Ortskern und co.

Auch wenn es oft nicht so wahrgenommen wird: Der Bund steckt viele Gelder in Projekte in den einzelnen Gemeinden. Vor der Bundestagswahl wollten wir wissen: Wie viel Bund steckt eigentlich in Ascheberg?

Am 26. September ist Bundestagswahl. Doch was tut der Bund eigentlich für die Menschen in den einzelnen Gemeinden? Wie viel Bund steckt zum Beispiel in Ascheberg, Herbern und Davensberg? Der Kämmerer der Gemeinde Ascheberg weiß: Einiges. „Zunächst muss man wissen, dass Förderprogramme des Bundes auf die Länder runtergegliedert werden. Dieses erfolgt zumeist durch den Abschluss einer Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Länder, sodass in sehr vielen Förderprogrammen sowohl Bundes- als auch Landesmittel enthalten sind“, erklärt Kämmerer Stefan Feige.

Viele Projekte in Ascheberg mit Bundesmitteln finanziert

Deshalb sei es nicht einfach aufzuschlüsseln, in welchem Projekt wie viel Fördermittel von Bund und Land stecken. Aber Feige hat einige Beispiele parat, die mit Geldern von Bund und Ländern finanziert wurden beziehungsweise werden. Ganz aktuell steht die Ortskern-Umgestaltung in Ascheberg auf dem Programm.

Ende Juli 2020 hatte die Gemeinde ihre Pläne zur Neugestaltung des Ortskerns Ascheberg vorgestellt. In vier Bauabschnitten soll der Ortskern in Ascheberg umgestaltet werden, um ihn wieder als eine verbundene Fläche darzustellen. Den Start macht der Eschenplatz, dann folgen die Sandstraße, der Katharinenplatz und zum Abschluss der Kirchplatz.

Die Mittel dazu kommen aus dem Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“. Im Jahr 2021 stellt der Bund im Rahmen dieses Programms Ländern und Kommunen insgesamt 300 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Sanierung der Aula in Herbern profitiert von Städtebauförderung

Doch auch andere Bereiche profitieren von den Zuschüssen des Bundes. So wurden zum Beispiel an der Profilschule energetische Sanierungen durchgeführt. Die Mittel dazu seien aus verschiedenen Programmen zusammengestellt worden, so Feige. „So wurden Fördermittel aus der Umsetzung des Kommunalinvestitions-Förderungsgesetzes (nur Bundesmittel) akquiriert und auch aus dem Programm „Gute Schule 2020“, bei dem es sich um ein Landesförderprogramm handelt (keine Bundesmittel).“

Für die Sanierung der Aula in Herbern seien ebenfalls Gelder des Bundes geflossen. Diese stammen aus einem Städtebauförderungsprogramm, welches Bundes- und Landesmittel beinhaltet.

Für die Erneuerung der Aula an der Profilschule in Herbern gab es Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm - von Bund und Land.
Für die Erneuerung der Aula an der Profilschule in Herbern gab es Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm – von Bund und Land. © Carina Strauss © Carina Strauss

„Das Hallenbad in Herbern wurde mit Mitteln aus dem Konjunkturförderprogramm II umfassend erneuert“, so Feige. Auch hier stammen die Mittel von Bund und Land.

Unterstützung vom Bund sorgt für Entlastung bei Bürgern

Doch Förderung vom Bund fängt schon im Kleinen an. „Es gab Fördermittel für den Straßenausbau, sodass die Straßenbaulastbeiträge für die Anwohner gemindert werden konnten“, erklärt Kämmerer Feige.

Und ganz aktuell profitiere der Sport von der modernen Sportstättenförderung. „Aktuell bekommt der TuS Ascheberg eine Beachanlage. Diese wird ebenfalls von Bund und Land gefördert.“

Die Liste könnte Feige wohl noch endlos weiterführen. Während der Flüchtlingskrise sei die Gemeinde bei dem Aufbau von Asylunterkünften unterstützt worden und auch für den Kita-Ausbau flossen Gelder vom Bund in die Gemeinde Ascheberg. Nicht zu vergessen die Mittel zur Bewältigung der Corona-Pandemie.

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