Marktmeister Rolf Kehrenberg, hier bei der Jacobi-Kirmes 2015, kann den Aschebergern ihre Sorgen um die großen Fahrgeschäfte nehmen. © (A) Tina Nitsche
Jacobi-Kirmes Ascheberg

Sorge um Jacobi-Kirmes: Marktmeister beruhigt Kirmes-Fans in Sachen Fahrgeschäfte

Eingefleischte Kirmes-Fans in Ascheberg hatten sich nach Bekanntgabe der Kirmesdaten für 2021 und 2022 Sorge um die Fahrgeschäfte in den beiden Jahren gemacht. Unbegründet, sagt Marktmeister Rolf Kehrenberg.

Nachdem die Daten für die Jacobi-Kirmessen 2021 und 2022 im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss (HFWA) in Ascheberg bekannt gegeben worden waren (2021 vom 31.7. bis 3.8. und 2022 vom 30.7. bis 2.8.), machte sich in den sozialen Netzwerken die Sorge unter einigen Aschebergern breit, sie könnten große Fahrgeschäfte an die Düsseldorfer Rheinwiesen oder die Cranger Kirmes in Herne verlieren. Zu spät, so die Argumentation der Kommentatoren.

Doch Marktmeister Rolf Kehrenberg, der die Jacobi-Kirmes seit 1992 organisiert, kann die besorgten Kirmes-Gänger beruhigen: Alles laufe derzeit nach Plan und für die Stellplätze von Großfahrgeschäften für Erwachsene sind Stand Dienstagabend (15. Dezember) bereits 78 Bewerbungen von Schaustellern eingegangen. Erfahrungsgemäß sind es am Schluss rund 100. Auch 23 Schausteller mit Kinderfahrgeschäften haben sich bereits beworben. 400 Bewerbungen sind es in der Regel insgesamt. Und dafür haben die Schausteller traditionell bis zum Stichtag 31. Dezember Zeit.

Marktmeister hält die Sorgen der Kirmes-Fans für unbegründet

Die Sorge um die Großfahrgeschäfte sei unbegründet, so Kehrenberg. Es passiere alle paar Jahre mal, dass die Kirmes etwas später stattfinde als normalerweise. Doch in den kommenden beiden Jahren überschneide sich die Jacobi-Kirmes weder mit Düsseldorf noch mit Herne, sondern liege genau dazwischen. „Die, die schnell auf- und abbauen können, nehmen Ascheberg dazwischen gerne mit“, sagt Kehrenberg. „Wir sind da in einer guten Position. Die Jacobi-Kirmes ist eine angesehene, große Veranstaltung.“

Die Schausteller planen ihre Jahrestouren mit Blick auf kurze Wege zwischen den einzelnen Stationen. Der Münsteraner Send, Düsseldorf, Ascheberg und Crange sei eine beliebte Route. Ebenso wie Düsseldorf, Ascheberg und Crange. Die die, weniger schnell auf- und abbauen können zwischen Düsseldorf und Crange, die lägen aber auch während der Jacobi-Kirmes schon einmal still, so Kehrenberg.

Der Marktmeister rechnet traditionell damit, dass der Kontakt zu den Schaustellern ab der kommenden Woche Fahrt aufnehmen wird. „Zu Weihnachten wünscht man sich alles Gute, so melden sich die Schausteller dann oder ich melde mich, wenn sich die Bewerbungsfrist dem Ende neigt.“ Ab Jahresanfang dann geht es im ersten Schritt um die Fahrgeschäfte: „Wenn ich eine gewisse Auswahl habe, dann ist die Frage, ob die zueinander passen. Ich kann nicht nur Über-Kopf-Fahrgeschäfte nehmen, nicht nur Rundfahrten oder Laufgeschäfte oder Geschäfte, die nur am Boden sind“, so der Marktmeister.

Die Jacobi-Kirmes wird geplant, als ob es kein Corona gäbe

Steht die Auswahl der Großfahrgeschäfte, werden die Verträge an die Schausteller verschickt. An zweiter Stelle folgen die Kinderfahrgeschäfte. An Stelle drei folgt die Festlegung der Ausschankbetriebe. „Die müssen sich von den Brauereien ja die Wagen leihen. Wenn ich das denen erst im April schicke, dann kriegen die keinen Wagen mehr“, so Kehrenberg. Im letzten Schritt dann folgt die Kirmes-Infrastruktur: Wo braucht es Strom? Wie sieht es mit den Toiletten aus?

Ob Corona die Planungen für 2021 beeinflusst? Er müsse derzeit so planen, als wenn es Corona nicht gäbe, sagt Kehrenberg. „Es ist vielleicht vergebene Liebesmühe und für den Papierkorb, aber ich kann mir das Warten andersherum nicht leisten, wenn im Frühjahr gesagt wird: Wir haben grünes Licht und ich habe nicht geplant.“ In den Verträgen wird es eine Klausel geben, die die Gemeinde im Falle eines coronabedingten Ausfalls vor einer Inregressnahme durch Schausteller schützen soll. Im Rat der Gemeinde Ascheberg wurden die Daten der Jacobi-Kirmes am Dienstag (16. Dezember) beschlossen. „Wenn die Veranstaltung durchgeführt werden darf, dann werden wir sie auch durchführen“, so Kehrenberg.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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