Stilbruch auf Spanisch

HERBERN Könnten Räume Geschichten erzählen, hätte der Saal des Schlosses Westerwinkel sicher viel zu berichten.

von Von Nicole Klein-Weiland

, 04.09.2007, 07:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Perfekt aufeinander eingespielt: Das Jo-Krause-Quartett.

Perfekt aufeinander eingespielt: Das Jo-Krause-Quartett.

Allerhand Leben und Musik hat sich schon in den altehrwürdigen Räumen abgespielt.

Und nun schlug am Sonntag das "Jo-Krause-Quartett" ein neues Kapitel in der Musikgeschichte des Schlosssaals auf: Mit hochklassigem Jazz in barockem Ambiente beging die spanisch-deutsche Combo einen ungewöhnlichen, aber gelungenen Stilbruch.

Beste Spiellaune

Im Rahmen des Münsterlandfestivals "pART 3", bei dem das westliche Mittelmeer künstlerisch thematisch Pate stand, gastierte das "Jo-Krause-Quartett" auf Einladung der Ascheberger Musikschule und der Gemeinde in Schloss Westerwinkel.

Dieses Konzert war allem Anschein nach ein Vergnügen für alle Mitwirkenden. Das Quartett zeigte sich von Anfang an in bester Spiellaune und musizierte sich durch ein breites Repertoire aus weniger bekannte Standards, wie beispielsweise "Sail Away" von Tom Harrell, eigenen Kompositionen und Improvisationen.

Perfekt eingespielt

Dabei bewiesen Jo Krause (Schlagzeug), Roger Mas (Piano), Llibert Fortuny (Saxophon) und Rai Ferrer (Kontrabass), dass sie perfekt aufeinander eingespielt sind und wie einträchtig ihre musikalische Verständigung gelingt. Aus dem gemeinsamen Spiel trennten sie sich immer wieder beeindruckend einfallsreiche Soli, aus denen klar hörbar wurde, dass hier die erste Liga der spanischen Jazz-Musik antritt.

Ein hochklassiges Konzert, dass bei den Jazz-Freuden im Saal des Schlosses Westerwinkel bestens ankam, bei dem allerdings viele Plätze leer blieben.

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