SV Herbern belohnt sich für Risiko und Engagement

Standards mit Qualität

Das Maximum wollte Fußball-Landesligist SV Herbern aus den vergangenen Spielen gegen den SV Burgsteinfurt und bei Eintracht Ahaus holen. Vier Punkte sind es am Ende geworden. Aufgabe erfüllt?

HERBERN

, 12.12.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bisher kam Dennis Hölscher (r.) nicht an Tim Bröer in der Startelf des SV Herbern vorbei. Am Sonntag bewies er aber, welche Qualitäten er besitzt.

Bisher kam Dennis Hölscher (r.) nicht an Tim Bröer in der Startelf des SV Herbern vorbei. Am Sonntag bewies er aber, welche Qualitäten er besitzt.

„In Ahaus sind wir zwei Mal nach Rückständen zurückgekommen. Von daher nehmen wir den Punkt gerne mit. Aber wenn ich an die Chancen in der Nachspielzeit denke: Es wären auch die Big Points drin gewesen“, sagt Trainer Holger Möllers im Nachgang zur Partie.

Mit mehr Erfahrung wäre von den beiden Gegentoren beim 2:2 in Ahaus auch eines vermeidbar gewesen. „Dem berechtigten Elfmeter zum 1:0 geht eine Fehlerkette voraus und dann läuft Conde dem Gegner in die Hacken“, so Möllers. Das seien unnötige Situationen. Davon abgesehen hatte der Herberner Trainer aber allen Grund, sein Team zu loben.

Freude über Bentrup-Tor

„Ahaus musst du auch erstmal bespielen. In der zweiten Halbzeit haben die nicht mit der Intensität gerechnet, mit der unser Mittelfeld um Tim Bröer, Johannes Richter und Oscar Cabrera Druck aufgebaut hat“, so Möllers. Von daher sei der späte Ausgleich nur folgerichtig und förmlich erzwungen gewesen. „Es freut mich auch ungemein, dass Carlo Bentrup das Tor macht. Er kam bislang noch nicht so zum Zug, wie er sich das vielleicht auch selbst vor der Saison vorgestellt hat. Von daher hat er sich den Treffer verdient“, sagte der Trainer.

Bentrup würde immer mitziehen, auch wenn zuerst die Bank wartet. Die Einstellung scheint sich in Herbern durch den kompletten Kader zu ziehen. „Klar, ist das nicht zufriedenstellend, keine Stammkraft zu sein. Aber zuletzt gab es keinen Grund, das Team zu ändern. Da muss man sich hinten anstellen“, sagt Dennis Hölscher , der zuletzt als Außenverteidiger nicht an Tim Bröer vorbeikam.

Weil Bröer ins Mittelfeld aufrückte, bekam Hölscher seine Chance – und überzeugte durch seine Standards und den beiden Torvorbereitungen. „Wenn er sich konzentriert, haben seine Freistöße eine Qualität, die ich sonst selten gesehen habe“, weiß auch Holger Möllers. Hölscher hat ein einfaches Rezept für seine ruhenden Bälle: „Volles Risiko. Entweder der Ball geht auf die Tribüne, oder es wird gefährlich.“

Trotz der vier Punkte aus den Spielen gegen Burgsteinfurt und Ahaus und dem Sprung auf Platz neun mit nun 21 Punkten, wollen die Herberner weiter nach unten blicken: „Wir dürfen uns nicht von den letzten Ergebnissen blenden lassen und müssen uns nach der Winterpause schnell im gesicherten Mittelfeld festsetzen“, so Hölscher. Die Qualität dazu habe das Team, und auch ein weiterer Faktor kann entscheidend werden: „Der harte Kern spielt seit Jahren zusammen. Wir kennen uns teilweise besser als die eigenen Freundinnen“, sagt Hölscher über den Zusammenhalt im Team.

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