Da ist das Ding! 100 Jahre Sportgeschichte auf 200 Seiten – SV Herbern stellt Chronik vor

Chronik zum 100. Geburtstag

Bis Ende August müssen sich die Herberner noch gedulden – dann startet der Verkauf der druckfrischen SVH-Chronik. 100 Jahre Sportgeschichte verpackt zwischen zwei Buchdeckeln. Ein Mammutprojekt.

Herbern

, 21.08.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Da ist das Ding! 100 Jahre Sportgeschichte auf 200 Seiten – SV Herbern stellt Chronik vor

Jürgen Steffen und Dieter Aschwer (stehend, v.l.) dankten am Dienstag Werner Storksberger (sitzend, v.l.) und den weiteren Unterstützern Ede Steffens, Heinz Tönning und Werner Heitmann. © Vanessa Trinkwald

„Da ist das Ding“, hätte Oliver Kahn vielleicht gesagt, wäre er am Dienstag (20. August) bei der Vorstellung des dicken Wälzers im SVH-Sportheim an der Werner Straße gewesen.

Die Chronik zum 100. Geburtstag des Herberner Breitensportvereins ist fertig. 1200 Stück hat der Verein drucken und binden lassen – in Summe sind sie 1,5 Tonnen schwer. 200 Seiten gefüllt mit historischen Fotos und Jahreszahlen. Da ist das Ding.

Tolle Bilder und launige Anekdoten

Eigentlich sollte das Ganze nur eine Broschüre werden. Eigentlich sollte Chronist Werner Storksberger nur gegenlesen. Eigentlich – dachte man sich später – „feiern wir nur einmal unseren 100. Geburtstag“. Eigentlich wäre eine Chronik ganz schön.

Auf 200 gebundenen Seiten können die Herberner nun die Geschichte des mitgliederstärksten Vereins der Gemeinde Ascheberg nachlesen: Zeitgeschehen verpackt in Texte und viele schöne Bilder. Und auch die ein oder andere Anekdote darf nicht fehlen.

Da ist das Ding! 100 Jahre Sportgeschichte auf 200 Seiten – SV Herbern stellt Chronik vor

Nur zwei Jahre wurde im SVH Handball gespielt. Hier die Mannschaft der ersten Stunde. Viele dieser historischen Bilder sind in der Chronik des SVH zu sehen. © arbeitsblende Luenig

„Ein Vereinsmitglied hat sich mal für ein Fußballspiel vier Stunden von der eigenen Hochzeit abgemeldet und ist dann abends wiedergekommen“, erzählte Vorsitzender Jürgen Steffen am Dienstag.

Mit allen anderen Vereinsvorsitzenden der vergangenen Jahrzehnte hat auch er seinen Platz in der SVH-Chronik. Nicht alle sind im Porträt zu sehen, etwa der erste Vorsitzende Bernhard Lendermann (1919-1922) oder sein Nachfolger Leopold Beer (1923-1926).

„Das letzte Jahr war heftig“

Werner Storksberger war es, der für die Chronik eineinhalb Jahre „den Kopf hingehalten hat“. „Ohne Werner gäbe es das Buch nicht“, bedankte sich Jürgen Steffen am Dienstag bei dem Chronisten. Die Arbeitsstunden, sagt Storksberger, könne er nicht zählen. „Aber es gab letztes Jahr keinen Sonntag, an dem ich nicht an dem Buch gesessen habe.“

Da ist das Ding! 100 Jahre Sportgeschichte auf 200 Seiten – SV Herbern stellt Chronik vor

Eine Spielszene als seltenes Farbfoto: Josef Reher (r.) setzt sich 1975 im letzten Saisonspiel vor einer gewaltigen Zuschauerkulisse gegen den Westtünner Verteidiger durch. Viele dieser historischen Bilder sind in der Chronik des SVH zu sehen. © SVH

In seinem Urlaub im November 2018 hätte er einen Stapel Protokolle mitgenommen, um sie während der Urlaubszeit durchzulesen. „Das letzte Jahr war heftig“, sagte Storksberger am Dienstag. All die Mühe – sie hat sich gelohnt.

Verkauf startet am ersten Tag des langen Jubiläumswochenendes

Verkauft wird die Chronik erstmals am Donnerstag, 29. August, im Festzelt am Siepen. In einem zweistündigen Programm gibt es an diesem Abend 100 Jahre SV Herbern in Bildern und Worten. Ruhr Nachrichten-Sportchef Sascha Klaverkamp führt ab 19.19 Uhr durch das Programm. Bereits ab 17 Uhr öffnen sich die Pforten des Festzeltes.

Die Fußballseniorenmannschaft verkauft das Werk an diesem Abend, und auch an den folgenden Festtagen soll es angeboten werden. Nach dem großen Jubiläumswochenende ist die Chronik unter anderem bei Blumen Hönekop an der Südstraße 34a in Herbern erhältlich. Preis: 15 Euro.

Die Mitwirkenden:
  • Texte: Werner Storksberger
  • Layout: Heinz Brannekemper
  • Heinz Reher, Jürgen Große-Budde und Lambert Feldhaus stellten das historische Material ordnerweise zur Verfügung.
  • Die erste Sichtung des Materials übernahmen Ede Steffens, Heinz Tönning und Werner Heitmann.
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