Tonius Weiß (18) tritt musikalisch in die Fußstapfen seines Vaters Martin (51)

mlzMusikalische Familie

Früh übt sich, wer ein Musiker werden möchte. Tonius Weiß durfte schon als ganz kleiner Junge bei den Auftritten seines Vaters mitfahren.

Herbern

, 11.02.2019, 16:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die große Verbundenheit zur Kolpingsfamilie Ascheberg sowie die Liebe zur Musik wurde Tonius Weiß (18) von seinen Eltern Martin (51) und Anke (51) mit in die Wiege gelegt.

Nachdem er, wie sollte es anders sein, bei der Kolpingfreizeit im Jahr 2014 mit dem Mischpult und ein paar Boxen für die Ferienkinder aufgelegt hat, hatte er seinen ersten Ferienjob als DJ im Mai 2015.


Die musikalischen Anfänge waren etwas improvisiert

„Noch etwas improvisiert und mit Papas Equipment und einem Laptop“, erzählt Tonius. Er absolviert derzeit eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration an der Universitätsbibliothek Münster. Nach der Ausbildung sei ein Studium in Bioinformatik sein nächstes Ziel, sagt er.

Vater Martin Weiß hat bereits im Alter von sieben Jahren autodidaktisch das Schlagzeug erlernt. „Ich spiele alles, was man schlagen kann“, sagt der Vorstandssprecher der Kolpingsfamilie. „Momentan gefällt mir das Spielen auf dem Cajón, der sogenannten Kistentrommel, am besten“, erzählt er weiter.

Vater hing Musiker-Engagement nach 25 Jahren an den Nagel

Nach 25 Jahren als Musiker einer Tanzband hat er diesen Teil seines Lebens 2012 an den Nagel gehängt. „Da bleibt zu wenig Zeit für die Familie.“ Als Tonius damals gerade laufen konnte, sei er schon mit zu den Auftritten gefahren.

Und das sei bis zum Abschied in der Band auch so geblieben. In der Woche der Beruf und am Wochenende die Auftritte: „Da ist es irgendwann Zeit, die Reißleine zu ziehen“, meint er.

Tonius gründete eine eigene Veranstaltungsfirma

Ein Großteil des Equipments aus Bandzeiten wurde verkauft. Von dem Erlös konnte sich Tonius dann die ersten Teile für seine eigene Veranstaltungsfirma anschaffen. Freiberuflich ist er seit zwei Jahren unterwegs.

Mama Anke liegt das Bücher lesen mehr als die Musik. „Ein Instrument spiele ich nicht. Ich habe mal im Gospelchor gesungen, das ist aber schon eine Weile her“, erzählt sie. „Mein größtes Hobby ist das Lesen.“ Innerhalb der Kolpingsfamilie ist sie Ansprechpartnerin für Familien.

Papa Martin ist zudem bereits seit 40 Jahren Mitglied des Spielmannszuges der Kolpingsfamilie. Ihn interessiert am meisten die Technik. „Es ist weniger die Arbeit als DJ, sondern das Drumherum wie zum Beispiel die Licht- und Soundtechnik“, sagt Tonius.

Aktiv in der Kolpingsfamilie Ascheberg

Er ist bei der Kolpingsfamilie im Koordinierungsteam der Kolpingjugend tätig und auch für die Technik während des Plattdeutschen Theaters in Ascheberg verantwortlich. Auch beim Karneval der kfd-Herbern waren Martin und Tonius Weiß neben Robert Temmann für die Lichttechnik und die Musik zuständig.

Der Musikgeschmack innerhalb der Familie ist allerdings recht unterschiedlich. Während Mama Anke deutsche Liedermacher bevorzugt, liebt Papa Martin den deutschen Schlager und die Volksmusik; für Tonius ist hingegen elektronische Musik das Non plus Ultra. „Dabei kann ich richtig gut abschalten.“

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