Marie-Luise Koch (2.v.r.) und Anna Frank (fehlt auf dem Bild) wurden von den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, Burkhard Strecker, Uzma Butt, Abdoulaye Diallo, Maria Schumacher, Jürgen Sandner (v.l.n.r.) sowie Petra Haverkamp (r.) verabschiedet. © Tina Nitsche
Flüchtlingshilfe

Treffen der Flüchtlingshilfe Ascheberg: Kinder sollen mehr in den Fokus rücken

Am 19. Juni konnten sich die Verantwortlichen der Flüchtlingshilfe nach der Corona-Pause das erste Mal wieder persönlich treffen. Und es gibt einige Pläne für die Zukunft.

Protokolle und Tagesordnungspunkte, diese Dinge waren am Samstag, den 19. Juni 2021, nicht von Belang, als sich die Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe zum ersten Mal nach langer Auszeit wieder „in Persona“ und nicht nur digital getroffen hat. Im Garten von Petra Haverkamp fanden sich Maria Schumacher, Jürgen Sandner, Burghard Strecker, Uzma Butt sowie Neuzugang Abdoulaye Diallo bei herrlichem Sommerwetter ein. Parayanka Omar war aus persönlichen Gründen verhindert.

„Endlich, endlich, endlich“, freute sich Maria Schumacher. Die letzten persönlichen Treffen fanden im März und im November 2020 statt. Der Lockdown grätschte immer wieder dazwischen.

Erstes Treffen der Flüchtlingshilfe nach der Corona-Pause

„Von Beginn an herrschte ein unheimliches Vertrauen in der Gruppe und es war eine schöne Atmosphäre, sodass wir uns entschieden haben, die geplanten Tagesordnungspunkte einfach mal unter den Tisch fallen zu lassen“, so Maria Schumacher. Das gemeinsame Kaffeetrinken mit anschließendem Grillen, zu dem jeder Teilnehmer etwas beigesteuert hat, war laut Schumacher trotzdem „sehr konstruktiv“.

Einige Punkte, über die sich das Team in lockerer Runde ausgetauscht hat, sollen dann allerdings beim nächsten Treffen konkretisiert werden. Der Männertreff, der vor Corona regelmäßig in Davensberg stattgefunden hat, wird dauerhaft eingestellt. Hier gibt es keinen Bedarf mehr.

Die Kinder sollen zukünftig mehr in den Fokus rücken. Hier hat die Flüchtlingshilfe bereits Spielgeräte für den Außenbereich der Wohnanlage am Breil angeschafft. „Das Spielzeug soll zwei- bis dreimal wöchentlich ausgegeben werden. Einen Gerätewart, der sich hier um alles kümmert, haben wir auch schon gefunden“, sagt Schumacher.

Nähwerkstatt startet im September

Zwei Sitzbänke für die Erwachsenen wurden bereits dort aufgestellt. Ein Tisch soll später noch dazu kommen. Die beliebte Nähwerkstatt startet unter den dann aktuellen Corona Verordnungen im September. Für die Planungen trifft sich die Gruppe um Bärbel Rogoll im Vorfeld.

Einen kleinen offiziellen Teil gab es bei all den guten Gesprächen dann doch noch. Anna Frank und Marie-Luise Koch wurden aus der Steuerungsgruppe verabschiedet. Viele lobende Worte fand Maria Schumacher für die beiden engagierten Damen: „Anna war als Sprachpatin sowie als Organisatorin für die anderen Paten einfach unersetzlich. Aus ihr sprudelten ständig kreative Ideen vor allen Dingen für die von ihr geleitete Theaterwerkstatt.“

Marie-Luise Koch habe die Fäden eher still und leise im Hintergrund gezogen. „Wir haben schnell ein herzliches Verhältnis aufgebaut. Vorbereitung und Nachbereitung von Veranstaltungen waren ihr Ding. Wir werden die Mitarbeit der beiden sehr vermissen und wünschen ihnen alles Gute.“

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Redaktion Werne
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