Sara (l.) und Mia Schwienhorst beim täglichen Homeschooling. Die Wahl beim Wechsel auf die weiterführende Schule fiel auf die Profilschule Ascheberg. © Claudia Hurek
Schulanmeldung

Trotz Lockdown: So hat sich Familie Schwienhorst für den Wechsel zur Profilschule entschieden

Ganz ohne persönliche Vor-Ort-Eindrücke entscheidet sich Familie Schwienhorst dazu, dass die kleine Mia (9) künftig die Profilschule Ascheberg besucht. Leicht fiel das nicht.

Der Wechsel von der Grundschule aufs Gymnasium, die Profil- oder auch die Gesamtschule bedeutet für die meisten Kinder nicht nur das künftige Lernen in einer anderen Umgebung, sondern auch den „Verlust“ liebgewonnener Schulfreunde und Lehrer.

In diesem Jahr kommt erschwerend noch hinzu, dass Eltern und Kinder sich ausschließlich online den Platz ansehen können, in dem der Sohn oder die Tochter in den kommenden Jahren viel Zeit verbringen wird. Auch für Mia Schwienhorst (9) war es keine leichte Entscheidung. Gemeinsam mit ihren Eltern Sara (35) und Christoph (40) hat sie sich Videos der verschiedenen Schulen angesehen.

Für die Grundschülerin mit gymnasialer Empfehlung standen drei Schulen in der engeren Auswahl: Das St. Antonius Gymnasium in Lüdinghausen, die Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule in Nordkirchen sowie die Profilschule in Ascheberg.

Mutter hofft auf baldiges Ende des Homeschooling

Mia hofft sehr, dass sie ihre Mitschüler der Lambertus-Grundschule in diesem zweiten Halbjahr des vierten Grundschuljahres noch vor dem Wechsel wiedersehen kann. Seit einigen Wochen heißt es nicht nur dort für alle Schüler: Homeschooling.

Inzwischen ist diese Art des Lernens für Mia und ihre Schwester Ella (7), die das erste Schuljahr besucht, schon fast normal. „Na ja, ich habe mich dran gewöhnt. Es ist nur schade, dass man seine Freunde nicht sieht und mit denen spielen kann“, sagt Mia. Für Mama Sara ist das Lernen zu Hause hoffentlich keine Dauerlösung und bald zu Ende. „Das ist schon anstrengend mit zwei Kids in unterschiedlichen Lernstufen. Zum Glück gibt es das virtuelle Klassenzimmer mit reichlich Erklärvideos zu allen Fächern“.

Den Weg der weiterführenden Schulen, sich online auf die verschiedensten Arten zu präsentieren, fand Familie Schwienhorst fast perfekt. „Wir hatten ja auch keinerlei Vergleichsmöglichkeiten, da wir diese Entscheidung nun zum ersten Mal treffen müssen“, erzählt Sara Schwienhorst. Ohne Corona gäbe es den Tag der offenen Tür, Gespräche mit älteren Schülern und Lehrern und vieles mehr, für diese wichtige Entscheidungsfindung. Nun aber fanden Infoabende für Eltern und Kindern online statt.

Für Mia stand schnell der Favorit fest: die Profilschule Ascheberg. Das Schulgebäude kennt sie bereits von Übungsnachmittagen als Mitglied des JRK Herbern, die dort stattfinden. Die beiden anderen Schulen hat sie sich gemeinsam mit ihren Eltern zumindest von außen einmal angeschaut.

Berufswunsch der Neunjährigen steht schon fest

Die Profilschule hat sich mit einem digitalen Tag der offenen Tür sehr ansprechend präsentiert. Gemeinsam erstellten Schüler und Lehrer Videos vom Unterricht in Klasse 5, vom Lernen mit dem iPad, dem sogenannten Segelunterricht, dem neuen Campus, den verschiedensten Projekten und präsentierten so ein rundes Bild zu fast allen Fragen, die künftige Profilschüler und ihre Eltern stellen könnten. Des Weiteren bestand die Möglichkeit, einen persönlichen Termin oder einen Videochat zu vereinbaren, um offene Fragen zu klären.

Mia freut sich bereits jetzt auf den kommenden Sommer und den spannenden Schulwechsel. Sie ist bereits an der Profilschule angemeldet. „Wir haben Mia die Entscheidung überlassen, wo sie hinmöchte. Schließlich wird sie die kommenden Jahre dort verbringen und für uns war es ganz wichtig, dass wir keinen Einfluss darauf nehmen“, sagt Sara Schwienhorst.

Das Einzige, was Mia tatsächlich etwas bedauert, ist, dass sie keine Möglichkeit hatte, die Lehrer und Lehrerinnen persönlich kennen zu lernen. Mia hat sich für das aus vier Profilen auswählbare MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) entschieden. Dies soll den Grundstein für ihren späteren Berufswunsch Paläontologin legen. „Da bin ich schon ganz gespannt und freue mich sehr darauf.

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Redaktion Werne
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