So sieht der Erstentwurf der Sandstraße aus, der als zweiter Bauabschnitt der Ortskernumgestaltung in Ascheberg in den Jahren 2023 und 2024 umgesetzt werden soll. © Lohaus - Carl - Köhlmos
Ortskern-Umgestaltung Ascheberg

Umgestaltung der Sandstraße in Ascheberg folgt ab 2023 auf Eschenplatz

Die Sandstraße im Ortskern Aschebergs ist ab 2023 der zweite von vier Bausteinen der Umgestaltung des Dorfkerns. Auch der Platz um den Florianbrunnen spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Wenn Ende 2022 der Eschenplatz als erster von vier Bausteinen der Ortskernumgestaltung in Ascheberg umgesetzt worden sein wird, folgt im zweiten Schritt die Umgestaltung der Sandstraße von 2023 bis 2024. Die Entwurfspläne hierfür sowie die Bauabschnitte 3 (Katharinenplatz; 2025 bis 2026) und 4 (Kirchplatz; 2027 bis 2028) hatte das beauftragte Planungsbüro Lohaus – Carl- Köhlmos mit Sitz in Hannover, Dresden und Berlin bereits im Rahmen seiner Bewerbung um den Auftrag für die Ortskernumgestaltung mit eingereicht.

Die zentrale Idee hinter der Ortskernumgestaltung: Der historische Ortskern soll nach Abschluss im Jahr 2028 wieder als ein zusammengehöriger erkennbar sein. „Ein in warmen, freundlichen Farben changierender Klinker umschließt den Ortskern und leitet über Gassen, Fußwege bzw. Fuß- und Radwege und die Sandstraße zu den drei Plätzen der Stadt“, heißt es in dem Erläuterungsbericht zum Gesamtkonzept.

Die Reaktivierung des Florianbrunnens ist noch ungewiss

Für die Sandstraße heißt es weiter: „Die Sandstraße erhält eine flexible Gestaltung, die unabhängig von der Frage der Verkehrsführung (Zweibahnverkehr, Einbahnverkehr oder temporäre Fußgängerzone) funktioniert und somit eine nachhaltige Perspektive bietet.“

Neben einem einheitlichen Klinker werde die Fahrbahn durch sandsteinfarbene, bodenbündige Einfassungen „und durch ein Pflastermuster aus Fischgrät hervorgehoben“. Auf Höhe des Florianbrunnens werde eine „Mischfläche“ entstehen, „um die Verbindung zum Kirchplatz zu betonen“. Die Fläche soll dem Fuß- und Radverkehr gleichermaßen zugute kommen. Die geraden Straßenabschnitte sollen von Baumreihen begleitet werden, der Florianplatz selbst locker von einzelnen Bäumen umrahmt sein.

Im ersten Entwurf hieß es zudem, dass der Florianbrunnen selbst wieder aktiviert werden sollte. „Der Brunnen erhält einen Wasserfang, der das Wasser sichtbar macht. Begleitende bequeme, festinstallierte Stühle bieten Sitzgelegenheiten zum Plaudern, Ausruhen oder Beobachten“, hieß es dazu ursprünglich vom Planungsbüro.

Gesche Ahmann, Fachgruppenleiterin Bauen und Wohnen bei der Gemeinde Ascheberg, zeigte sich aber in dieser Sache diese Woche etwas verhaltener. „Im Vorentwurf ist das so gesagt worden, dass der Brunnen reaktiviert werden soll. Was letztendlich kommt, wird im Rahmen der Entwurfsplanung diskutiert.“

Wolf: „Wir wollen eins nach dem anderen machen“

Das wird dann der Fall sein, wenn die letzten Planungsschritte am Eschenplatz abgeschlossen sein werden. Klimaschutzmanager Martin Wolf von der Gemeinde rechnet damit, dass dies Ende des dritten Quartals 2021 der Fall sein wird. Dann werde man den Vorentwurf des Planungsbüros für die Sandstraße aus der Schublade holen und in die konkrete Planung für diesen Bereich gehen.

Ursprünglich hatte die Gemeinde geplant, jeweils innerhalb eines Jahres mit der Umgestaltung einer der vier Ortskern-Bausteine fertig zu sein. Das sei aber in Anbetracht der Verfügbarkeit der Firmen und auch mit Blick auf den Wunsch der Bürgerbeteiligungen zu knapp kalkuliert gewesen, sodass man nun für jeden Abschnitt zwei Jahre eingerechnet habe. „Wir wollen eins nach dem anderen machen, sonst verhebt man sich“, so Wolf. Auch die Erfahrung zeige, dass die Bürger lieber über den jeweils einzelnen Platz sprechen, als gebündelt über das große Ganze.

Mit dem Eschenplatz will die Gemeinde in der ersten Hälfte 2022 fertig sein, bevor der Bau des Hit-Marktes, der in der zweiten Jahreshälfte 2021 beginnen soll, fertig gestellt sein wird. „Wenn Hit fertig wäre und die Straße nicht, dann würde das keinen Sinn machen“, erklärt Wolf. Sonst könnten die Kunden den Markt nicht erreichen. Im Übergangsbereich zwischen Platz und Markt werde man allerdings nicht direkt vollpflastern, um keine unnötigen Baustellen durch den nachgelagerten Marktbau zu provozieren, so Wolf.

Fotostrecke

Umgestaltung des Ortskerns in Ascheberg (vor 3. Bürgerbeteiligung)

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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