Verwirrung um Glasfaser-Ausbau in Ascheberg

Falscher Termin

Unitymedia schließt Ascheberg ans schnelle Internet an. Zuletzt gab es Verwirrung um den Glasfaser-Ausbau in Herbern. Die Aussage aus dem September, vor Weihnachten würden die ersten Häuser angeschlossen, trifft nicht zu.

Herbern

, 15.11.2017, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Überall in Herbern finden sich Baustellen für die Glasfaser-Verkabelung von Unitymedia, wie hier aus dem September.

Überall in Herbern finden sich Baustellen für die Glasfaser-Verkabelung von Unitymedia, wie hier aus dem September. © Jörg Heckenkamp

Stattdessen heißt es aktuell von der Pressestelle des Kölner Unternehmens zum Glasfaser-Ausbau Ascheberg: Bis Ostern 2018 ist mit dem Anschluss zu rechnen. Grund für die Verwirrung ist „eine offenbar mehr als optimistische Aussage eines unserer Vertriebsmitarbeiter“, sagt Unitymedia-Sprecher Helge Buchheister auf Anfrage.

Besagter Mitarbeiter hatte im September unserer Redaktion gesagt: „Unser Ziel ist es, mit den Bauarbeiten, sofern das Wetter mitspielt, bis Ende Oktober fertig zu sein. Zu Weihnachten 2017 könnte es wohl mit den ersten Hausanschlüssen klappen.“

Im Frühjahr 2018 fertig?

Klappt nicht, sagt Buchheister in einer aktuellen Stellungnahme. „Vom Bau her sind wir voll im Plan. Nach heutigem Stand werden wir das Ausbauprojekt Ascheberg und Nordkirchen im Frühjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen haben.“ Lediglich schlechtes Wetter und Bodenfrost könnten noch zu unerwarteten Verzögerungen führen. Damit sind die Aussichten auf schnelle Internet-Weihnachten 2017 in Herbern zerstoben.

Die Aussage eines Unitymedia-Mitarbeiters vom September, Weihnachten könnten die ersten Herberner Haushalte am fixen Glasfaser-Netz hängen, war falsch. Endpunkt des Ausbaus in der Gemeinde soll nun Ostern 2018 sein.

Die Aussage eines Unitymedia-Mitarbeiters vom September, Weihnachten könnten die ersten Herberner Haushalte am fixen Glasfaser-Netz hängen, war falsch. Endpunkt des Ausbaus in der Gemeinde soll nun Ostern 2018 sein. © Jörg Heckenkamp

In Davensberg, dem ersten Ausbaugebiet auf Gemeindegrund, „können bereits mehr als 200 Neukunden mit bis zu 400 Mbit/s im Netz surfen“, sagt Unitymedia-Sprecher Buchheister „Wo gearbeitet wird, da fallen Verträge an. Das hat Unitymedia in Herbern beobachtet. Seitdem dort die Bagger aufgefahren sind, „konnten wir weitere Verträge über die 550 bestehenden hinaus abschließen“, sagt Buchheister.

Wenn Helmut Sunderhaus, bei der Gemeinde zuständiger Fachbereichsleiter für den Glasfaserausbau, den Satz „Wir sind voll im Plan“ hört, „dann muss ich schon etwas schmunzeln, es ist die Standard-Antwort von Unitymedia“, sagt er auf Anfrage.

„Der Glasfaser-Ausbau läuft gut“

Die aber zumindest im Moment nicht falsch sei: „Diese massive Baumaßnahme in allen drei Teilen der Gemeinde läuft momentan gut.“

In Herbern gäbe es aktuell zahlreiche Baustellen, hat Helmut Sunderhaus beobachtet, „sodass dort offenbar fleißig gearbeitet wird“. Es gebe verschiedene Ausbaustufen, Netzebenen genannt: Vom Legen der Leerrohre über das Einblasen der Glasfasern bis zum eigentlichen Hausanschluss: „Das muss alles zusammenpassen.“ Sunderhaus ist der Hoffnung, dass es tatsächlich momentan gut passt.

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