Vom Pflänzchen zur Pflanze

ASCHEBERG Zehnte Geburtstage werden mit Flaschendrehen und Sackhüpfen gefeiert. Nachmittags gibt es Smarties-Kuchen und abends Spaghetti. Nicht beim Ascheberger Kunst- und Kulturverein. Zu seinem zehnten Wiegenfest servierte der "Kukaduh" kulturelle Appetithäppchen. Im Bürgerforum bot der Verein am Sonntag eine Geburtstagsfeier mit Musik, Rezitation und viel Humor.

17.09.2007, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

1997 habe es sich der "Kukaduh" nicht träumen lassen, dass er einmal Weltstars wie Hardy Krüger oder Pierre Brice begrüßen könne, verriet der erste Vorsitzende Wolfgang Gumprich. Damals hatten sich zwanzig Ascheberger zur Vereinsgründung zusammengefunden, um mit ihrer Initiative das Kulturleben der Gemeinde zu unterstützen. Heute - rund 150 Veranstaltungen später - ist klar: Das Ziel wurde erreicht. "Wir sind so etwas wie das out-gesourcte Kulturamt Aschebergs - mit dem Unterschied, dass wir alles ehrenamtlich machen", so Gumprich. Dieses Engagement würdigte auch Bürgermeister Dieter Emthaus. Er betonte, dass der Verein ein Sympathieträger über Aschebergs Grenzen hinaus sei. "Aus dem zarten Pflänzchen ist eine robuste Pflanze geworden", befand er.

Menschliches mit Loriot

Musikalisch abgerundet wurde das Jubiläum von der Ascheberger Formation "Lavender's blue". Sie brachte mit keltisch-irischer Folkmusik das Publikum in Stimmung. Das weite Feld menschlicher Emotionen nahm Rezitatorin Ulrike Schlottbohm mit Klavierbegleitung von Mechthild Lendermann ins Visier. Mit hintergründigem Humor erzählte sie von Enttäuschung, Liebe und Rache. Alltägliche "Ehe-Katastrophen" durchlebten Doris und Hans Adler auf der Bühne und sorgten mit diesen Klassikern von Loriot für ein amüsiertes Publikum. Etliche Gäste und Gratulanten waren ins Rathaus gekommen, um das zehnjährige Bestehen des "Kukaduh" zu feiern und sich unterhalten zu lassen. "Bleiben sie uns gewogen - zumindest die nächsten 15 Jahre", bat sie der Vereinsvorsitzende.

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