Warentauschbörse mit böser Überraschung: Restmüll gehört hier nicht hin

Warentauschtag an der Profilschule

Einen schlechten Scherz erlebten am Samstag CDU, Frauenunion und Junge Union bei der Warentauschbörse an der Profilschule. Dort entsorgten einige Menschen einfach ihren Müll.

Ascheberg

, 12.05.2019, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warentauschbörse mit böser Überraschung: Restmüll gehört hier nicht hin

Vor allem Elektroware fand sich in dem großen Warenberg an der Profilschule. © Claudia Hurek

Zum 44. Mal hatten am Samstag (11. Mai) CDU, Frauenunion und Junge Union zum Warentauschtag an der Profilschule eingeladen. Das Motto lautete: „Altes loswerden, Neues finden“. Diesen Slogan hatten manche Bürger offensichtlich falsch verstanden, wie die Veranstalter feststellten.

Als Maria Schulte-Loh, Hildegard Kuhlmann, Maria Rademacher, Ulrich Kalthoff und Andreas Groß ihren freiwilligen Dienst antraten, stolperten sie bereits über die ersten abgestellten „Waren“.

Kaputte und verrottete Blumentöpfe

„Es sieht aus, als hätte jemand seinen Haushalt aufgelöst und in der Restmülltonne nicht mehr genügend Platz gefunden“, stellte Andreas Groß fest. Die Helfer fanden kaputte und verrottete Blumentöpfe, verdreckt und teilweise noch mit Blumenerde gefüllt. „Das gehört nicht zum Angebot des Warentauschtages“, so Groß.

Hier sollen stets gut erhaltene Dinge des täglichen Lebens wie nicht mehr benötigtes Kinderspielzeug, Dekoartikel oder Elektronik einen neuen Besitzer finden. „Aber keinesfalls Müll, der eigentlich in den Restmüll oder auf den Bauhof gehört“, empörten sich die Veranstalter.

Warentauschbörse mit böser Überraschung: Restmüll gehört hier nicht hin

Leider wurde der Warentauschtag auch missverstanden, und einige Leute hatten hier ihren Müll entsorgt. © Claudia Hurek

Vielfältiges Angebot

Doch neben dem Unrat fanden sich auch viele schöne und gut erhaltene Dinge im Repertoire des Tauschtages. Unter dem Vordach der Profilschule wurden die Sachen dann ansprechend aufgebaut. So konnten die ersten „Tauschwilligen“ bereits um halb zehn das große Angebot sondieren.

„Diesmal haben wir besonders viel Elektronik dabei“, sagte Maria Schulte-Loh: Lautsprecher, ein Bildschirm, ein Fernseher oder sogar eine komplette Musikanlage – für jeden war etwas dabei.

„Toller Beitrag zur Nachhaltigkeit“

Geschirr, Vasen, Kinderspielzeug, alte Langspielplatten, Rucksäcke, gerahmte Bilder sowie eine riesige Auswahl an Büchern, Glühbirnen, alten Leuchtern und vieles mehr komplettierten das Angebot. „Das ist doch mal ein toller Beitrag zur Nachhaltigkeit“, meinte eine Besucherin. „Man muss doch nicht alles sofort immer wegwerfen.“

Pünktlich um 10 Uhr gab Maria Schulte-Loh den Warenberg frei und der „Run“ auf die begehrten Dinge begann. Übrig gebliebene Ware wurde anschließend vom Helferteam sortiert und auf dem Ascheberger Recyclinghof entsorgt. „Inzwischen haben wir festgestellt, dass Bücher nicht mehr so gut laufen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin.

Nächster Tauschtag

Der nächste Warentauschtag findet am Samstag, 5. Oktober, statt. Von 9 bis 10 Uhr erfolgt die Warenannahme und von 10 bis 11 Uhr können sich die Besucher dann wieder Waren aussuchen und mitnehmen.

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