Gerlinde Noeckens (vorne links), Inhaberin Adriane Feldkämper (vorne rechts) sowie Dana Hoppert, Michaela Feigl und Petra Schlüter (stehend von links) kümmern sich um die Kunden. © Claudia Hurek
Wirtschaft

Wegen Kundenansturm: Friseursalon Feldkämper in Herbern wird immer größer

Der Start ihres Friseursalons lief für Adriane Feldkämper super - trotz Hickhack um die Coronaschutzverordnung. Der Kundenandrang hat dazu geführt, dass das Team nun fünf Mal so groß ist wie geplant.

Auf-zu-auf-zu. Nach Traurigkeit und Wut über oftmals nicht nachvollziehbare Regeln der Coronaschutzverordnung in den vergangenen Monaten startet sie nun richtig durch und das nicht wie geplant allein, sondern gleich mit einem ganzen Team. „Dass sich das so entwickelt, hätte ich im Januar nicht gedacht“, so Friseurmeisterin Adriane Feldkämper in den Räumen ihres Salons auf der Südstraße.

Als erste stieß Stylistin Michaela Feigl zum inzwischen 5-köpfigen Team. „Im März durften wir ja zum Glück endlich wieder starten und ich habe ziemlich schnell viele Terminanfragen bekommen“, so die Friseurmeisterin. „Bereits Anfang April waren wir fast am Limit und starteten Überlegungen, den Salon zu vergrößern.“

Materialmangel: Waschbecken kam erst kurz vor der Eröffnung

Dank der vorhandenen Räumlichkeiten stellte dies kein Problem dar. Vier weitere Serviceplätze, sowie ein Waschplatz wurden im hinteren Bereich des Salons geschaffen. Ehemann Martin und Schwager Christian, haben nach Feierabend und an den Wochenenden mit tatkräftiger Unterstützung dafür gesorgt, dass die neuen Räumlichkeiten zügig fertig werden.

Die Einrichtung zu organisieren war schon nicht so einfach. „Es herrscht absoluter Materialmangel. Das Waschbecken kam erst vier Tage vor der offiziellen Eröffnung des erweiterten Salons.“

Zeitgleich mit dem Umbau suchte Adriane Feldkämper über Facebook eine neue Mitarbeiterin. Das war an einem Freitag. In der darauffolgenden Woche stand Friseurin Petra Schlüter in ihrem Salon, die sich mit den Worten „ich suche einen Job für meine Kollegin und mich“ ganz zwangslos vorstellte. „Petra und ihre Kollegin Gerlinde Noeckens haben kurz zuvor ihre Kündigung erhalten. Beide haben bei Friseur Grube in Davensberg gearbeitet.“

Die Inhaberin von Friseur Grube hat ihren Salon komplett aufgegeben. „Das war für uns so nicht vorhersehbar und kam Mitte April komplett überraschend“, so Gerlinde Noeckens. „Wir hätten dann ab Juni keinen Job mehr gehabt.“

Salon von Adriane Feldkämper hat nun sieben Serviceplätze

Noch am Abend der recht spontanen Bewerbung direkt im Salon, führten die drei ein Bewerbungsgespräch. „Ich habe mich dann entschieden, beide einzustellen“, so Adriane Feldkämper. „Natürlich hatte ich schon etwas Bauchweh, ob diese Entscheidung richtig ist oder mir Corona wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Aber wer wagt, gewinnt.“

In dem gemütlich eingerichteten Salon gibt es nun insgesamt sieben Serviceplätze. Durch die Einstellung der neuen Mitarbeiterinnen gestalten sich die Öffnungszeiten sehr kundenfreundlich. Ab dem 1. August verstärkt Dana Hoppert das Team als Auszubildende. Bereits jetzt unterstützt sie das Team stundenweise an den Wochenenden. Von Montag bis Freitag ist der Salon, der ausschließlich mit Terminvergabe arbeitet, von 9 bis einschließlich 19 Uhr geöffnet; Samstag von 8 bis 15 Uhr.

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Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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