25 Jahre „Kofferraum-Entsorgung“: Recyclinghof in Herbern hat Geburtstag

mlzRecyclinghof

Ohne die ehrenamtlichen Helfer geht es nicht: Auch am Recyclinghof sorgen viele freiwillige Bürger für den reibungslosen Ablauf. Nun feiert der Recyclinghof 25-jähriges Jubiläum.

Herbern

, 05.03.2019, 10:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit nunmehr 25 Jahren sorgt ein fester Stamm ehrenamtlicher Helfer für die reibungslose Entsorgung auf dem Recyclinghof in Herbern. Unterstützt werden Heinz Vertgewall, Paul Bröcker, Bernhard Gesenhoff, Franz Schütte und Udo Heitmann abwechselnd von einigen Mitgliedern aus 14 Herberner Vereinen.

Seit dem 5. März 1994

Nach ersten Gesprächen über die Errichtung eines Recyclinghofes im Jahr 1991, konnte am 9. Januar 1993 der Recyclinghof in Ascheberg eröffnet werden. Gut ein Jahr später, am 5. März 1994, folgte dann der Recyclinghof in Herbern.

Für die Sammelstelle verschiedener Wertstoffe in Herbern setzten sich besonders das damalige CDU-Vorstandsmitglied Reinhard Hartwig, Willi Pelster, Vertreter des Hofes in Ascheberg, der damalige Abfallberater der Gemeinde Stefan Vorspohl sowie der ehemalige Beigeordnete Klaus Limbrock ein. Die ersten ehrenamtlichen Leiter der neuen Einrichtung waren Robert Busch und Heinz Kortendiek (beide verstorben).

Lange Schlange am Eröffnungstag

Am Eröffnungstag mussten sich die Vertreter der Gemeinde in ihren Reden kurz fassen, da bereits um kurz vor 10 Uhr zahlreiche Bürger mit ihren Autos eine lange Schlange bildeten. Die ehrenamtlichen Helfer verteilten damals Informationszettel, auf denen aufgeführt war, welcher Wertstoff in welchen Container darf.

„Man kommt jeden Samstag in den Genuss des ein oder anderen Pläuschchens.“
Bernhard Gesenhoff

Von Grünabfällen über Bauschutt und Altholz konnten nun auch in Herbern Elektro- und Kühlgeräte kostenlos entsorgt werden. Zitat des damaligen Geschäftsführers der Firma Rethmann, Hans Vornholt: „Die Kofferraum-Entsorgung wird von den Bürgern akzeptiert.“

Im Juli 2000 erhielt der Recyclinghof ein neues Gewand. Die einstige Schotterfläche wurde asphaltiert und die Hoffläche erhielt Abflussrinnen. Der zu der Zeit amtierende Bürgermeister Dieter Emthaus, der den Umweltschutz für eine der wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft hielt, freute sich, den überholten Bauhof an die Mitarbeiter übergeben zu können.

Dankeschön-Abend einmal im Jahr

Der einfache Unterstand für die ehrenamtlichen Helfer wich schnell einer kleinen, aber gemütlichen Holzhütte, die 2001 das erste Mal durch die Firma Rethmann beim Rangieren beschädigt worden war, bevor die Entsorgungsfirma sie im Jahr 2008 ebenfalls beim Rangieren irreparabel zerstört hatte. Die anschließend neu erbaute Hütte ist bislang verschont geblieben.

Als kleine Aufmerksamkeit veranstaltet die Gemeinde Ascheberg seit 1995 für alle Helfer einmal jährlich einen Dankeschön-Abend. Am Samstag, 9. März – vier Tage nach dem offiziellen Jubiläumstag – findet die jährliche Dorfsäuberungsaktion statt. Dazu wird der Bürgermeister den Helfern des Bauhofes an diesem Tag um 10.30 Uhr einen Besuch abstatten.

Der Dankeschön-Abend 2018.

Der Dankeschön-Abend 2018. © Claudia Hurek (Archiv)

Mit viel Eifer stellen sich die festen ehrenamtlichen Helfer mit Unterstützung der unterschiedlichen Vereinsmitglieder jeden Samstag in den Dienst der guten Sache; und sie tun dies gern und mit Überzeugung. „Wir sind ein großartiges Team“, weiß Bernhard Gesenhoff. „Außerdem kommt man so jeden Samstag auch in den Genuss des ein oder anderen Pläuschchens mit Menschen, die man nicht so oft sieht.“

Den verstorbenen ehrenamtlichen Helfern Robert Busch, Heinz Kortendiek Bernhard Möller, Arthur Abdinghoff und Hermann Beckmann wird ein ehrenvolles Andenken gewährt.

Folgende Wertstoffe können am Bauhof abgegeben werden: Altbatterien (keine Autobatterien), Altholz (kein Bauholz), Aluminium, Bauschutt bis zu 172 Kubikmeter je Quartal, CDs, Elektronikschrott, Haushaltsklein- und Großgeräte (Waschmaschine, Trockner), Kühlgeräte, Gasentladungslampen, Kork, Altmetalle, Kartonagen und Strauchschnitt.
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