Westerwinkel: Der Graf zieht in sein Wasserschloss - nur wann, ist noch unklar

mlzWasserschloss Westerwinkel

Ferdinand Graf von Merveldt zieht es nach Herbern. Sein Umzug in die Mitte des 17. Jahrhunderts errichtete Wasserschloss-Anlage gilt als sicher. Allerdings ist noch nicht alles geklärt.

Herbern

, 06.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum tut sich etwas am Wasserschloss Westerwinkel, da spitzt manch ein Herberner derzeit ganz besonders die Ohren - vor allem diejenigen, die regelmäßig hier spazieren gehen und das Gebäude vielleicht auch schon mal von innen anstatt lediglich von außen bestaunen durften.

Doch das in den vergangenen Monaten gestiegene Interesse hat nicht nur ästhetische Gründe. Vielmehr sind es die Gerüchte um einen möglichen baldigen Einzug Ferdinands Graf von Merveldt.

Der Graf von Westerwinkel wohnt derzeit noch in Dorsten

Der wohnt derzeit noch in den Gemächern des Herrenhauses Lembeck in Dorsten - ebenso wie das Gebäude in Westerwinkel eine barocke Wasserschloss-Anlage in Familienbesitz. Und weil es zuletzt aus dem näheren Umfeld des Schlosses immer wieder hieß, der Graf wolle seinen aktuellen Wohnsitz verlassen und sich in Herbern niederlassen, erntete er zuletzt vielleicht sogar etwas mehr Aufmerksamkeit als ihm eigentlich lieb ist.

Planungen werden konkreter

Nun sind es die Arbeiten an den Torpfeilern zur Einfahrt des Grundstücks, die die Spekulationen wieder anheizen. Neue Backsteine für die alten Pfeiler - sind das etwa schon die Vorboten des Umzugs? Hält die High Society nun im kleinen Herbern Einzug? Und wenn ja - wann genau wird es soweit sein?

Die Überlegungen scheinen nun zumindest ein gutes Stück fortgeschrittener und konkreter zu sein als noch vor einem halben Jahr. Damals hatte sich der Graf im Gespräch mit unserer Redaktion noch zurückhaltend und vorsichtig geäußert. Ein Umzug nach Westerwinkel? „Es könnte passieren“, erklärte er.

Jetzt lesen

Nun äußerte sich Stefan Grünert, Rentmeister der Merveldt‘schen Verwaltung, auf Anfrage unserer Redaktion zum derzeitigen Stand: „Die Arbeiten an den Torpfeilern haben damit definitiv nichts zu tun. Und grundsätzlich ist der Umzug natürlich eine private Angelegenheit des Grafen“, so Grünert. Daher könne er auch keine Details nennen: „Aber den Plan, dass eine Generation in Lembeck bleibt und die andere nach Herbern zieht, gibt es ja schon länger. Da haben wir auch nie einen Hehl draus gemacht.“

Keine gravierenden Veränderungen

Demnach würde der Sohn des Grafen im Dorstener Herrenhaus verweilen, während es Graf Ferdinand selbst nach Herbern zieht. Doch was heißt das für die jetzigen Hausbewohner und für das Erscheinungsbild des Schlosses? Wird nun fleißig umgebaut und werden die Bewohner womöglich vor die Tür gesetzt?

Was das betrifft, hieße ein Umzug laut Grünert zunächst einmal nichts Gravierendes: „Baulich wird sich überhaupt nichts ändern und auf die Bewohner hat der Einzug auch keine Auswirkungen“, betonte der Rentmeister. Völlig offen sei allerdings noch, wann der Umzug vonstatten gehen könnte.

Lesen Sie jetzt