Westnetz modernisiert Umspannwerk in Ascheberg

Kosten von 1,6 Millionen Euro

Wenn Wind, Wasser und Sonne immer mehr Energie produzieren, landet immer mehr Strom im Netz. Bevor der Strom aus der Steckdose kommt, muss er herunterreguliert werden. Dafür sorgt auch das Umspannwerk in Ascheberg. Jetzt will Westnetz die Anlage an der Altefeldstraße modernisieren.

ASCHEBERG

, 27.04.2016, 06:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die Erweiterung nimmt Westnetz rund 1,6 Millionen Euro in die Hand. „Wir wollen mit diesem Schritt die Energiewende stemmen“, sagt Westnetz-Sprecherin Ingrid Meering. Dazu gehörten der Neubau eines 30.000-Volt-Schalthauses und der Austausch eines bereits bestehenden Transformators, der am 31. Mai erfolgen soll. Der komplette Umbau soll Ende September beendet sein.

Zeitgemäße Steuerung

In Zukunft sorgen die beiden Modernisierungsmaßnahmen für einen zeitgemäßen Steuerungsbetrieb der Anlage. Das Umspannwerk funktioniert in der Regel ohne Mitarbeiter vor Ort, stattdessen kontrolliert es die Netzleitstelle in Arnsberg.

 Und was bedeutet der ganze Umbau für die Stromkunden in Ascheberg, die das Umspannwerk an der Altefeldstraße versorgt? „Die werden während der Arbeiten und auch danach nicht viel mitbekommen – vorausgesetzt wir machen unsere Arbeit gut“, sagt Meering.

Ob die Kosten für den Umbau auf den Strompreis durchschlagen, könne man noch nicht sagen. „Der Preis setzt sich aus verschiedensten Bestandteilen zusammen. Letztlich legt ihn die Bundesnetzagentur fest“, sagt RWE-Kommunalbetreuer Michael Schmidt.

Neue Stromtrasse

Während der Umbau am Umspannwerk von der Öffentlichkeit eher unbemerkt vonstatten gehen dürfte, sorgt eine andere Maßnahme für Veränderungen in der Landschaft rund um Ascheberg. Zwischen dem Umspannwerk und Drensteinfurt, das von hier aus mit Strom versorgt wird, entsteht gerade eine acht Kilometer lange unterirdische Stromleitung – einige hässliche Strommasten werden dadurch aus der Landschaft verschwinden.

Das passiert in einem Umspannwerk
Der Strom, der im Kraftwerk produziert wird, wird über Hochspannungsleitungen transportiert. Bevor er in einem Haushalt ankommt, muss die Stromspannung reguliert, sprich: transformiert werden. In Ascheberg erfolgt die Transformation von 110.000 Volt auf 10 000 Volt. An „Mini-Trafos“ in den Ortsteilen erfolgt eine weitere Transformation auf 400 Volt für den Endverbraucher.

 

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