Die VKU-Busse rollen am Mittwoch wieder, hier die C24 Richtung Wasserkurl, die gerade in den Kreisverkehr Poststraße/Sesekedamm einfädelt. Ein Schneebrett hängt vor dem Leuchtband über der Windschutzscheibe. © Carsten Janecke
Nahverkehr

Busverkehr der VKU rollt – aber Eisglätte und Verspätungen von 20 Minuten und länger

Die VKU hat ihren Betrieb am Mittwoch aufgenommen. Die Busse rollten planmäßig von den Betriebshöfen in Kamen und Lünen. Tagsüber kommt es zu Verspätungen, weil Autos quer stehen.

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hat am Mittwochmorgen den Fahrbetrieb wieder aufgenommen. „Trotz der widrigen Straßenverhältnisse sind die Busse der VKU unterwegs“, meldete Felicitas Bachmann vom Verkehrsmanagement am frühen Morgen. Eine Ausnahme gab es allerdings: Die R19 zwischen Lünen und Nordlünen fuhr zunächst wegen Unbefahrbarkeit der Strecke nicht. Sie nahm den Betrieb am Nachmittag auf. Von Selm nach Lünen fuhr die R19 ab dem Morgen planmäßig. Die Linie R192 musste im Tagesverlauf die Fahrt wegen Eisglätte einstellen.

Ein Bus fährt am Bahnhof in Kamen los. Im Tagesverlauf kam es im Busverkehr zu Verspätungen.
Ein Bus steuert über die Poststraße auf den Bahnhof in Kamen zu. Im Tagesverlauf kam es im Busverkehr zu Verspätungen. © Carsten Janecke © Carsten Janecke

Verspätungen bis zu 20 Minuten und länger

Die VKU informierte ab dem Morgen über aktuelle Entwicklungen auch auf ihrer Website unter „www.vku-online.de“. „Bisher hat es noch keine Ausfälle oder größeren Störungsmeldungen gegeben“, berichtete die VKU-Sprecherin zunächst. Die Lage wurde im Laufe des Tages aber schwieriger, als fast alle Busse der etwa 100 Linien, die es im Kreis Unna gibt, unterwegs waren. Es kam zu Verspätungen von bis zu 20 Minuten, in Ausnahmen auch länger. „Diese werden oftmals durch querstehende Autos verursacht, die die Weiterfahrt der Busse behindern“, berichtete Bachmann. Dennoch habe es insgesamt keine größeren Störungen gegeben – und falls doch bitte man alle Fahrgäste um Verständnis im Angesicht der schwierigen Lage.

Bevor die Busse morgens vom Betriebshof der VKU starten, werden sie per Standheizung vorgewärmt. Bis 11 Uhr standen sie am Montag in Bereitschaft, dann wurde ihr Einsatz abgesagt.
Bevor die Busse morgens vom Betriebshof der VKU starten, werden sie per Standheizung vorgewärmt. Bis 11 Uhr standen sie am Montag in Bereitschaft, dann wurde ihr Einsatz abgesagt. © Carsten Janecke © Carsten Janecke

Keine Ausfälle und Störungsmeldungen

Am frühen Morgen hatte Bachmann zunächst gemeldet, dass die Stadteile Brambauer in Lünen sowie Eving in Dortmund aufgrund nicht gestreuter Straßen mit den Linienbussen nicht befahrbar seien und die Linien C1 und C5 am Mittwoch komplett eingestellt werden. Um 7.20 Uhr gab sie allerdings Entwarnung: „Die Linien fahren doch!“

Weil die Haltestellen nicht überall komplett geräumt sind, könnte es auch woanders zu Behinderungen beim Ein- und Ausstieg kommen. „Die Busse haben ja auch ein Tür hinten – möglicherweise ist dort nicht immer geräumt.“ Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass es auch weiterhin zu Verspätungen und einzelnen Fahrtausfällen kommen wird. „Auch die Mitarbeiter bei fahrtwind arbeiten auf Hochtouren. Aufgrund der vielen Hundert Anrufe kommt es zu längeren Wartezeiten am Telefon.“

Schneeschippen auf dem Betriebshof in Kamen, damit die Busse losrollen können.
Schneeschippen auf dem Betriebshof in Kamen, damit die Busse losrollen können. © VKU © VKU

1100 Haltestellen im Kreis Unna

Die VKU bedient im Kreis Unna etwa 1100 Haltestellen mit 210 Bussen auch ihrer Partner in den jeweiligen Städten. Um 5.20 Uhr rollten die ersten Busse los – nach Ferienfahrplan wegen der Corona-Krise. Ansonsten geht es schon um 4 Uhr los. Am Montag und Dienstag war der Busverkehr ausgesetzt worden wegen verschneiter Straßen und Haltestellen, die im Schnee kaum zu sehen waren oder von Schneepflügen mit Schnee zugefahren wurden.

Ein paar freigeschippte Quadratmeter müssen an der Haltestelle, hier bei den GSW in Kamen, reichen, solange der Winter so hart zuschlägt wie in den vergangenen Tagen.
Ein paar freigeschippte Quadratmeter müssen an der Haltestelle, hier bei den GSW in Kamen, reichen, solange der Winter so hart zuschlägt wie in den vergangenen Tagen. © Carsten Janecke © Carsten Janecke

Haltestellen mit freigeschippten Wartezonen

Wie an der Bushaltestelle GSW an der Kamener Poststraße, typisch für die derzeitige Situation. Nur wenige Quadratmeter waren von Schnee und Eis befreit. Rechts und links türmten sich Schneeberge. Die Busfahrerinnen und Busfahrer meisterten die Herausforderung mit Gelassenheit. Bachmann: „Unsere Busfahrerinnen, Busfahrer, Verkehrsmeister und Fahrtwind-Mitarbeiter geben ihr Bestes!“

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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