Blick auf das Kamener Kreuz: Bund und Länder haben neue Maßnahmen für Corona-Hotspots beschlossen. © Hans Blossey/Archiv
Corona-Maßnahmen für Hotspots

Eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Was bedeutet das für meinen Wohnort?

Wer in einem Corona-Hotspot wohnt, muss künftig mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit rechnen. Was würde das für Städte im Kreis Unna bedeuten? Einige Beispiele.

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Lockdowns und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots geeinigt. Schulen sollen geschlossen bleiben.

7-Tages-Inzidenz im Kreis Unna lag zuletzt deutlich unter 200

Als Corona-Hotspots gelten kreisfreie Städte und Kreise, in denen sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100.000 Einwohner neu mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz für den Kreis Unna war zuletzt nur etwa halb so hoch.

In Hotspots soll die Bewegungsfreiheit der Einwohner auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort beschränkt werden. Aber was bedeutet das konkret, falls NRW die Bund-Länder-Beschlüsse so umsetzt und diese Situation für Städte und Gemeinden im Kreis Unna einträte?

Manche dürften noch nach Dortmund, andere nicht

Die folgenden Grafiken zeigen beispielhaft, wie weit 15 Kilometer vom jeweiligen Stadtzentrum in alle Himmelsrichtungen reichen. Demnach dürften Unnaer, Kamener und Bergkamener, die in der Mitte des Ortes oder östlich davon wohnen, nicht mehr bis in die Dortmunder Innenstadt fahren.

Holzwickeder dürften dagegen Dortmund-City noch bereisen. Für Selmer wird es knapp, wenn sie ins Zentrum von Ascheberg hineinwollen. Für Lüner, wenn sie nach Unna-Mitte fahren wollen.

Ob eine solche Situation überhaupt eintreten könnte, ist noch völlig offen. Ebenso, wie die konkreten Regeln und Ausnahmen aussehen würden. Derzeit dürfen sich die Bürger des Kreises Unna frei bewegen. Es sei denn, sie wollen vielleicht nach Winterberg zum Skifahren. Die Straßen in den Wintersportort wurden wegen des hohen Andrangs, der zu Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung führte, für auswärtige Touristen gesperrt.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer

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