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Größter Schnellladepark Europas entsteht am Kamener Kreuz

EnBW plant einen Mega-Ladepark am Kamener Kreuz. Mit 52 Ladepunkten soll der Standort der größte Schnellladepark Europas werden. Das kündigte der Energieversorger am Freitag an.
EnBW plant im Kamen-Karree einen Schnellladepark mit 52 Ladepunkten. Der Standort wird nach Unternehmensangaben der größte öffentliche Schnellladepark europaweit. © EnBW

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW plant einen Mega-Ladepark am Kamener Kreuz. Mit 52 Ladepunkten soll der Standort im Gewerbegebiet Kamen-Karree, unweit von Ikea und McDonald´s, der größte öffentliche Schnellladepark Europas werden.

Die Ladepunkte, so hieß es am Freitagnachmittag, verfügten über eine Leistung von bis zu 300 Kilowatt. Alle E-Autofahrer können dort je nach Fahrzeug in nur fünf Minuten Strom für 100 Kilometer Reichweite laden. Die Eröffnung auf der Fläche im südlichen Karree ist im vierten Quartal 2021 geplant.

Der Schnellladepark entsteht am Ende des südlichen Karrees.
Der Schnellladepark entsteht am Ende des südlichen Karrees. © Stadt Kamen © Stadt Kamen

Schnellladepark entsteht am Ende des südlichen Karrees

Der Schnellladepark entsteht am Ende des südlichen Karrees in direkter Nachbarschaft zu Carglass, Dekra und der Mechanisierten Zustellbasis von DHL. Der Park, so teilte Sprecher Heiko Willrett am Freitag mit, soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Wie an allen EnBW-Ladepunkten fließe auch dort 100 Prozent Ökostrom. „Die Ladesäulen im neuen Park sind überdacht und beleuchtet“, berichtet er weiter.

Eine Photovoltaik-Anlage versorge den Standort mit einer Leistung von bis zu 120 Kilowatt mit Strom und speise überschüssige Energie in das örtliche Netz ein. Zudem gibt es vor Ort eine Toilette – damit komme die EnBW einem vielfach geäußerten Kundenwunsch nach. Den Netzanschluss realisieren die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen (GSW). Die flüssigkeitsgekühlten HPC-Ladepunkte (High Power Charger) verfügen über eine Leistung von bis zu 300 Kilowatt (kW).

Im Schnitt täglich ein neuer Schnellladestandort

„Der Standort in Kamen ist der nächste Schritt beim Schnellladen, nachdem wir seit mehr als einem Jahr im Schnitt täglich einen neuen Schnellladestandort in Betrieb nehmen. Er zeigt, wie das Laden heute und in Zukunft einfach und schnell funktioniert“, sagt Timo Sillober, führender Vertriebsmanager bei der EnBW.

Der Standort in Kamen zeige die Qualität und den Fortschritt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. „Wo heute noch eine grüne Wiese ist, werden in rund einem halben Jahr über 50 Autos gleichzeitig schnellladen können.“

Bis 2025 möchte EnBW bundesweit 2.500 Schnellladestandorte betreiben. Das sind mehr Standorte als es bei Deutschlands führenden Mineralölunternehmen jeweils Tankstellen gibt.

Bürgermeisterin äußert Freude über das Vorhaben

Bürgermeisterin Elke Kappen freut sich über das Vorhaben der EnBW, im Kamen-Karree einen Schnelladepark für Elektrofahrzeuge mit 52 Ladepunkten zu errichten. In einer Pressemitteilung der Stadt ließ sie sich wie folgt zitieren: „Die Anlage ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Förderung der Elektromobilität.“

Vor Ort hatte sie sich von Vertretern des Unternehmens über das Projekt informieren lassen. Die Stadt Kamen bearbeitet aktuell den Bauantrag des Unternehmens. Die Fachausschüsse und der Rat der Stadt Kamen wurden über das Vorhaben schriftlich informiert.

Keine zusätzliche Grünfläche geopfert

Die Bürgermeisterin betont die Bedeutung des Projektes nicht nur für den Fernverkehr, sondern auch für die Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrzeugen in Kamen und im Kreis Unna. Ein weiteres Plus aus ihrer Sicht: Für die Station müsse keine zusätzliche Grünfläche geopfert werden. „Der Ladepark liegt auf einem noch freien Grundstück im südlichen Kamen-Karree.“ Da er noch im Herbst in Betrieb gehen soll, habe das Projekt kurzfristig an Dynamik zugenommen.

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