Lea Engel berichtet in ihrer Kolumne über den Hausbau mit ihrem Partner Tobias Leidecker. Das Paar aus Kamen hat zwei Söhne. © privat
Hausbau und Familie, Teil 6

Hausbau einer jungen Familie: Schlimmer als die Frage nach dem Grundriss

In ihrer Kolumne berichtet Lea Engel launig, wie es beim Hausbau einer jungen Familie zugeht. Im sechsten Teil begegnet das Paar ihrem Endgegner, der Bodenauswahl.

Also saßen wir ein weiteres Weihnachten in unserer viel zu kleinen „Übergangs-“ Wohnung, mit einem nadelnden Weihnachtsbaum, der genauso traurig aussah wie Tobi und ich.

Im Januar kamen wir dann zu einem meiner Endgegnern: die Bodenauswahl.

Damit wollte Tobi nämlich ungefähr genauso wenig zu tun haben wie mit der Entscheidung über den Klinker. Aussagen wie „Mir ist das egal, entscheide du!“ oder „Du machst das schon!“ sind gefallen und so gern ich diese Sätze sonst auch höre, die Verantwortung war gar nicht mal so klein.

Wir, also eigentlich ich, habe mich bei der oberen Etage für unempfindlichen Vinyl-Boden und unten für Fliesen entschieden. Klingt jetzt erst mal nach einer leichten und schnellen Entscheidung.

Dachte ich auch, bis Fragen aufkamen. Welche Fliesen? Quadratisch? Holzoptik? Groß oder klein? In jedem Raum dieselbe Fliese? Welche Fugenfarbe? In welche Richtung soll der Vinyl verlegt werden? Ach ja und was ist mit der Treppe?

Aber gut, ich mach das schon, hieß es ja.

Fliesen wirken in jedem Raum anders

Ich weiß nicht wie viele Musterfliesen ich hier liegen hatte, denn was ja auch wichtig ist: der Lichteinfall. In jedem Raum wirkt eine Fliese anders. Super! Die Entscheidung über den Grundriss des Hauses war nichts dagegen.

Ich hab noch nie so viele verschiedene Beige-Töne gesehen. Und für Tobi sah sowieso jede Fliese gleich aus.

Glücklich wohnen

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Nach fast einem Monat hatte ich es aber geschafft. Fliesen und Böden wurden bestellt. Nun wurde es sehr spannend. Denn unsere Küche sollte Mitte Februar kommen. Und dafür musste sowohl fertig gefliest als auch gestrichen sein.

Ich sage mal so, wenn ich eins gelernt hab in den letzten Jahren: Timing und Zuverlässigkeit haben bei einem Hausbau nichts zu suchen. Dennoch haben wir extrem Druck gemacht, denn das Verschieben des Küchenaufbaus hätte uns wieder mehr Geld gekostet und das wollten wir selbstverständlich vermeiden.

Zum ersten Mal fühlt sich das Haus wohnlich an

Und es hat geklappt! Die Fliesen kamen gerade noch rechtzeitig und wir stellten einen Bautrockner auf, weil ganz nebenbei die Feuchtigkeit des Estrichs und des Putzes ja auch noch trocknen musste, damit man streichen und fliesen kann.

Plötzlich hatten wir einen fertig gefliesten und gestrichenen Raum. Und so konnte die Küche kommen. Es fühlte sich das erste Mal wirklich wohnlich an. Ein riesen Fortschritt. Dann können wir ja endlich bald umziehen. Dachten wir.

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