Autobahn A2

Kartoffelbrei auf der A2: Autobahn blieb stundenlang gesperrt

Ein Lkw-Unfall auf der A2 hatte am Dienstag fatale Folgen für den Berufsverkehr. Weil der Sattelzug Kartoffelpresspülpe verlor, musste die A2 in Richtung Oberhausen stundenlang gesperrt werden.
Die breiige Masse schwappte über die Ladekante des Lkw. © PP Dortmund

Auf bis zu 15 Kilometer staute sich der Berufsverkehr am Dienstag nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 bei Hamm. Da ein Sattelzug glitschige Kartoffelpresspülpe verlor, war die A2 in Richtung Oberhausen während der Reinigungsarbeiten über Stunden gesperrt.

Kartoffelpresspülpe ist ein Nebenprodukt bei der Stärkemehlgewinnung aus Kartoffeln. Sie wird an Milchkühe und Mastrinder verfüttert.

Wie die Polizei Dortmund am Mittwoch mitteilte, spielte sich der Unfall wie folgt ab: Um 15.43 Uhr wechselte der 58-jährige Fahrer eines Fiat-Lieferwagens in dichtem Berufsverkehr von der mittleren auf die linke Fahrspur und beschleunigte dabei so stark, dass er den vorausfahrenden VW Polo einer 21-Jährigen erfasste. Die Fahrzeuge verkeilten sich ineinander.

Glitschige Masse breitet sich auf der Fahrbahn aus

Ein 57-jähriger Sattelzug-Fahrer erkannte das Stau-Ende zu spät, bremste auf den letzten Metern und verlor dabei seine Ladung: eben jene Kartoffelpresspülpe. Die glitschige Masse schwappte über die Ladekante des Transporters und breitete sich auf dem Seitenstreifen sowie der rechten und mittleren Fahrspur aus.

Ärgerlich dabei: Wie die Polizei weiter mitteilt, hätte der Fahrer den Verlust durch eine ordnungsgemäße Ladungssicherung verhindern können. Dazu laufen die Ermittlungen der Polizei.

Der Rettungsdienst transportierte die verletzte Polo-Fahrerin in ein Krankenhaus. Beide Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Der VW Polo und der Fiat Ducato wurden abgeschleppt. Die Beseitigung des Kartoffelmatschs dauerte mehrere Stunden. Die A2 war erst gegen 20.30 Uhr wieder frei. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt 10.000 Euro.

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