Eine Stolperkante an der Beeskower Brücke soll Rollatorfahrern Probleme bereiten (Symbolbild). © picture alliance / dpa
Beeskower Brücke

Neue Brücke mit Stolperkante: „Das ist nicht in Ordnung so“

Die Kamenerin Helga Lange hat an der neuen Sesekebrücke am Mühlentorweg beobachtet, dass eine Stolperkante stört. „Das ist ein großes Problem für Rollator- und Rollstuhlfahrer“, sagt sie.

Das Klappern an der neuen und bereits freigegebenen Beeskower Brücke ist beseitigt, aber eine Kante ist noch geblieben. Diese soll zwar nicht so gravierend sein wie der Höhenversatz an der ebenfalls neuen, aber noch gesperrten Unkeler Brücke, stellt aber ein merkliches Hindernis dar.

„Zum Mühlentorweg ist der Übergang zum Pflaster hin ziemlich plan“, beschreibt die Kamenerin Helga Lange die Situation an der Beeskower Brücke. „Auf der Seite zum Sesekedamm besteht aber weiterhin eine Stolperkante. Das ist ein großes Problem für Rollator- und Rollstuhlfahrer. Sie bleiben immer hängen. Aber auch Fahrradfahrer haben Probleme mit dieser Kante. Das ist nicht in Ordnung so.“

Die Kamenerin fragt: „Warum wird das Pflaster, das angebracht wurde, nachdem die Brücke fertig war, nicht etwas angehoben, um diese Stolperkante zu beseitigen? Ich verstehe es einfach nicht, wie Fachleute derartige Dinge übersehen können.“

Die Stadt hat die Stolperkante an der Beeskower Brücke nach Auskunft eines Sprechers bereits im Visier. „Letzte Mängel“, so hieß es, sollen „in nächster Zeit“ beseitigt werden. Dazu gehöre „eine Beseitigung von Kanten, um eine vollständige Barrierefreiheit herzustellen“.

Helga Lange findet es merkwürdig, dass die schon vor rund drei Jahren im Sesekepark aufgebaute neue Vinckebrücke von Anfang an „plan“ lag, die Beeskower Brücke aber nicht. „Man wollte also Kosten sparen“, vermutet sie. Eine offizielle Erklärung, wie es zu der Stolperkante an der Beeskower Brücke kommen konnte, gibt es bislang nicht. Der Höhenversatz an der Unkeler Brücke hingegen ist laut Stadt Kamen vermutlich auf einen Planungsfehler zurückzuführen. Die bordsteinhohe Kante verhindert derzeit die Freigabe der Unkeler Brücke, die die Seseke an der Henri-David-Straße überspannt.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer

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