Experten-Rat

400.000 Ratsuchende kamen in 40 Jahren zur Verbraucherberatung

Vor 40 Jahren richtete die Verbraucherzentrale in Bottrop erstmals eine Beratungsstelle ein. Ihre Expertise und ihr Rat sind aus der Stadt nicht mehr wegzudenken.
Claudia Berger leitet seit vielen Jahren die Verbraucherberatungsstelle in Bottrop. © Verbraucherberatung

Seit 1980 gibt es für Ratsuchende die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Bottrop. In diesen Tagen blickt Leiterin Claudia Berger an der Horster Straße 6 auf 40 Jahre Information und Beratung für Verbraucherinnen und Verbraucher zurück. Zum runden Geburtstag gratulierte Oberbürgermeister Bernd Tischler Corona-bedingt nur von seinem Schreibtisch aus.

Als „Geschenk“ sicherte Tischler der Einrichtung die kommunalpolitische Rückendeckung auch für die kommenden Jahre zu. Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, lobt ebenfalls die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Bottrop und dankt den politisch Verantwortlichen für die gesicherte Finanzierung.

Anfangs ging es um Haushaltsgeräte

Mit Haushaltsgeräteberatung in den 1980er-Jahren in Schwung gekommen, zeigen sich die Verbraucherschützer heute als kompetente Dienstleister zunehmend auch bei digitaler Verbraucherberatung und -information.

Beratungsstellenleiterin Claudia Berger nutzt das 40. Jubiläum aktuell auch zu einem Streifzug durch die zurückliegenden Jahrzehnte der Verbraucherarbeit: Von der Produktberatung zum Kauf einer Waschmaschine über Lebensmittelskandale wie BSE, die Radioaktivität nach Tschernobyl, später die Öffnung der Telekommunikationsmärkte und zuletzt auch des Energiemarktes reicht das Spektrum der Verbraucherthemen.

Handyverträge und Schlüsselnotdienste sind Dauerbrenner

Rechtsberatungen zu untergeschobenen Verträgen im Internet oder zu Handyverträgen, bei denen im Telefonshop etwas anderes vertraglich vereinbart wurde, als im Gespräch versprochen und zu überhöhten Inkassokosten als Folge von unbeglichenen Rechnungen sind dabei ebenso gefragt wie Tipps zu überhöhten Rechnungen von Handwerkern oder Schlüsselnotdiensten oder eine anbieterunabhängige Altersvorsorgeberatung.

Seit fünf Jahren ist außerdem das Projekt „Durchblick“ in Schulen und Jugendeinrichtungen auf Tour, um Schüler und junge Erwachsene im Umgang mit eigenem Geld und der ersten eigenen Bude fit zu machen. Das gleiche Ziel verfolgt seit 2017 auch das Projekt „Get in“, das geflüchtete Menschen in ihren Sprach- und Integrationskursen in Bottrop aufsucht, um ihnen mit Informationen zur Handynutzung, zum Energiesparen und sinnvollem Heizen in einfacher Sprache ein Ankommen im Verbraucheralltag in Deutschland zu vermitteln.

Claudia Berger: „Rund 400.000 Ratsuchende in 40 Jahren sind für uns eine eindrucksvolle Anerkennung unserer bisherigen Arbeit – und gleichzeitig Ansporn, unsere Angebote auch künftig an den aktuellen Problemlagen der Verbraucherhaushalte auszurichten.“

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