450 Tassen sind verschwunden

Bilanz Wintertreff

Es sollte eine urige Veranstaltung zur Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit werden. Um es noch gemütlicher zu machen, hatte der Verein „Natürlich Kirchhellen“ als Veranstalter des Wintertreffs in diesem Jahr erstmalig auf einen Tassenpfand verzichtet. Doch das ging nach hinten los.

Kirchhellen

, 01.12.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele der Tassen, in denen beim Wintertreff Glühwein und Co. ausgeschenkt wurden, fehlen.

Viele der Tassen, in denen beim Wintertreff Glühwein und Co. ausgeschenkt wurden, fehlen.

„Uns fehlen rund 450 Tassen. 13 Spülkisten blieben am Ende leer. Das ist kein Pappenstiel“, klagt Gundis Jansen-Garz (Foto), 2. Vorsitzende, im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf den Kosten bleibt der kleine Verein sitzen – Jansen-Garz rechnet mit mindestens 500 Euro. Da viele Gäste des Wintertreffs nicht nur ein Getränk bestellen, war die Sache mit dem Pfand in der Vergangenheit immer etwas umständlich gewesen. Daher hatte „Natürlich Kirchhellen“ ihn in diesem Jahr kurzerhand abgeschafft. „Wir vertrauen den Kirchhellenern. Hier ticken die Uhren noch anders“, hatte Vorsitzender Werner Dierichs noch vor drei Wochen gesagt.

In der Mülltonne

Jetzt wurden er und seine Mitstreiter eines Besseren belehrt. „Dass einige Gäste Tassen als Souvenir mit nach Hause nehmen würden, war absehbar. Mit so vielen haben wir aber nicht gerechnet“, sagt Jansen-Garz. Sauer stößt den Verantwortlichen vor allem auf, dass sie allein am Samstagmorgen 40 Tassen in den Mülltonnen gefunden haben. „Das ist grober Unfug und gemein“, stellt Werner Dierichs fest.

Doch nicht nur die Tassen fehlen: Vermisst werden auch sieben Dekogläser, ein Tannenbaum und die Holzfiguren, die an der Tanne des Kinderzeltes hingen. Eine der Figuren hatte Jansen-Garz noch auf dem Boden liegend gefunden, der Rest ist verschwunden. „So etwas können wir nicht nachvollziehen. Wer macht so etwas?“

Pfand oder höhere Preise

Für die Zukunft müsse man nun überlegen, wie und ob man im kommenden Jahr dekoriere. Was die Tassen angeht, müsse entweder wieder Pfand erhoben oder die Glühweinpreise angehoben werden. „Egal, was wir machen, die ehrlichen Gäste sind die Dummen“, so Jansen-Garz.

Da es – insbesondere am Freitag – zu erheblichen Verzögerungen beim Getränkeaussschank gekommen war, sei eine Wiedereinführung des Tassenpfandes eigentlich keine besonders praktikable Option. Kritik, es habe zu wenig Ausschankmöglichkeiten gegeben, nimmt sich der Verein aber zu Herzen. „Wir werden sehen, was wir im nächsten Jahr anders machen. Andererseits war das Benehmen der Leute teilweise auch einfach unter aller Sau“, so die 2. Vorsitzende.      

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