Baugebiet Schultenkamp - Anwohner sorgen sich um Sicherheit der Kinder

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Die CDU Kirchhellen hatte zu einem Infoabend ins Brauhaus eingeladen. Thema war das Neubaugebiet Schultenkamp, über das die Zuhörer kontrovers diskutierten.

Kirchhellen

, 17.01.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Neubaugebiet Schultenkamp wird auch in den nächsten Jahren weiterwachsen. Die baulichen Planungen und Entwicklung der verkehrlichen Infrastruktur waren Themen, die beim Informationsabend der CDU Kirchhellen am Mittwochabend (15. Januar) erläutert wurden. Gerade das Thema Straßenplanung sorgte für Diskussionen unter den zahlreichen Besuchern.

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Mit Klaus Müller (Baudezernent der Stadt Bottrop), Christina Kleinheins (Leiterin des Planungsamtes) sowie Volker Haas und Stefan Höing (Bauträger) hatte die CDU Kirchhellen Gäste eingeladen, die zum Thema Schultenkamp Rede und Antwort standen. Der Informationsabend erlebte einen enormen Zuspruch. Der Saal im Brauhaus war gut gefüllt, hauptsächlich mit Anwohnern und Menschen, die vorhaben in Zukunft in den Schultenkamp zu ziehen.

Jahrelanger Planungs- und Genehmigungsmarathon

Was seit mehr als 20 Jahren geplant und nun auch realisiert wird, ist ein Bauvorhaben, das in Bottrop seinesgleichen sucht. „Bereits 1995 habe ich erste Gespräche geführt. So können sie ungefähr ermessen, wie viel zu tun ist, um so ein Bauprojekt zu realisieren“, erzählte Volker Haas, Geschäftsführer des federführenden Planungsbüros Haas & Höing. Nach einem jahrelangen Planungs- und Genehmigungsmarathon fand 2009 der erste Spartenstich für das Mammutprojekt statt. Von den fünf geplanten Bauabschnitten sind zwei mittlerweile fertiggestellt. Der dritte Abschnitt befindet sich aktuell in der Umsetzung, der vierte in der Planung.

Baugebiet Schultenkamp - Anwohner sorgen sich um Sicherheit der Kinder

Zahlreiche Interessierte informierten sich über das Thema Schultenkamp. © Julian Schäpertöns

Auf das Thema Verkehr und Straßen wurde der Fokus am Dienstagabend gelegt. Der technische Beigeordnete der Stadt, Klaus Müller, erläuterte die Maßnahmen, die in den nächsten Jahren realisiert werden sollen. Bereits im Sommer 2020 soll der Ausbau der Dorfheide beginnen. Angedacht sind hier acht bis zehn Monate Bauzeit. Auf 620 Metern soll dann im Jahr 2021 für 18 Monate lang die Hackfurthstraße ausgebaut werden. Vorgesehen sind dort unter anderem zwei Kreisverkehre (an den Kreuzungen Kirchhellener Ring und Horsthofstraße). Eine Bürgerversammlung zu diesem Thema soll noch im Frühjahr dieses Jahres stattfinden.

Diskussion über Kreisverkehr

Der Kirchhellener Ring soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden und durch das Baugebiet bis an die Rentforter Straße führen. Am Ende der Straße wird ein Kreisverkehr entstehen. Gerade diese Maßnahme sorgte im Saal für Diskussionen. Anwohner befürchten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Wohngebiet durch Autofahrer, die den Straßenabschnitt als Abkürzung zwischen Dorfmitte und Rentforter Straße nutzen.

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Vorschläge, ob man diese Straße nicht lieber als Fahrradstraße ausschildern sollte, da in dem Baugebiet viele Familien mit Kindern wohnen, wurden laut. Auch die sichere Anbindung durch Radwege an Schulen und Kindergärten wurde thematisiert. Nach einem regen Gedankenaustausch endete die Veranstaltung nach fast 90 Minuten.

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