Arbeiten statt Schulbank drücken

"Dein Tag für Afrika"

Spülen, Müll aufsammeln, Boote putzen - statt die Schulbank zu drücken, arbeiteten drei Schülerinnen des Vestischen Gymnasiums (VGK) am Donnerstag (26.6.) für einen Tag im Freizeitpark Schloss Beck. Wie auch andere Schüler der Schule beteiligten sie sich damit an der bundesweiten Kampagne "Dein Tag für Afrika".

Kirchhellen

, 26.06.2014, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Da hat aber jemand sein Lieblingsfahrgeschäft gefunden, oder?", fragt Luisa Wellers einen kleinen Jungen, während sie ihm in das Kinder-Riesenrad im hinteren Parkbereich hilft. Die 16-Jährige ist als Kind oft im Schloss Beck gewesen und entschied sich daher für die Arbeit dort. Seit 9 Uhr ist sie auf den Beinen, hat schon Boote geputzt und gesäubert und bedient jetzt das Riesenrad. "Die Kampagne ist eine gute Sache und man weiß, dass das Geld ankommt", erklärt sie ihre Motivation. "Dein Tag für Afrika", das heißt für viele deutsche Schüler in den kommenden Tagen die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz zu tauschen. Der Tageslohn - im Fall von Luisa sechs Euro pro Stunde - wird dann von dem Betrieb an Bildungsprojekte des Aktion Tagwerk-Projektpartners Human Help Network für Kinder und Jugendliche in Burundi, der Elfenbeinküste, Ruanda, Uganda und Südafrika gespendet.Arbeit nicht neu

So wie Luisa verbrachten am Donnerstag noch zwei weitere Schülerinnen des VGK im Schloss Beck. Neu ist die Arbeit für Hannah Tebraak (16) nicht. Sie arbeitet auch an den Wochenenden sowie in den Ferien als Aushilfe im Park.

"Da hat es sich angeboten, den Tag hier zu verbringen. Ich finde die Aktion toll, denn man kann etwas Gutes tun und außerdem Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln", sagt sie und wischt sich die nassen Hände an der Hose ab. Eingeteilt ist sie am Imbiss-Stand - das bedeutet: Tische abwischen, Tabletts abräumen und Müll einsammeln. "Am Ende des Tages weiß man, was man getan hat, das finde ich gut."Gute Gelegenheit

Das sieht ihre Mitschülerin Leonie Wallmüller (16) ähnlich. "Mit unter 18 spendet man ja eher noch kein Geld und jetzt hat man mal die Gelegenheit, trotzdem was Gutes zu tun", sagt sie, während sie in der Waffelbude am heißen Waffeleisen steht.

Viel Lob gibt es dafür auch von Schloss Beck-Chefin Renate Kuchenbäcker: "Solches Engagement begrüßen wir und unterstützen die Aktion gerne."

 

 

 

 

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