Bürger bedienen sich selbst

Neuer Automat

Biometrische Fotos sehen oft nicht nur ziemlich unschön aus, sondern häufig gibt es auch beim Beantragen von Pass oder Personalausweis Probleme damit. Einmal lächelt man zu viel, ein anderes Mal sitzt der Scheitel falsch. Wer das neue Selbstbedienungsterminal im Bürgerbüro Kirchhellen nutzt, dürfte damit bald keine Probleme mehr haben.

Kirchhellen

, 13.06.2014, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Magnus Thesing (l.), Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Kirchhellen und Jürgen Terstegen (r.), Leiter des Bottroper Bürgerbüros, haben den neuen Automaten schon auf Herz und Nieren getestet.

Magnus Thesing (l.), Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Kirchhellen und Jürgen Terstegen (r.), Leiter des Bottroper Bürgerbüros, haben den neuen Automaten schon auf Herz und Nieren getestet.

Seit rund einer Woche ist der neue Automat, der direkt links neben dem Eingang des Büros steht, in Betrieb. Mit ihm es nun möglich, biometrische Daten wie Lichtbild, Fingerabdrücke und Unterschriften für Personalausweise und Reisepässe vor der eigentlichen Antragstellung am Schalter zu erfassen.

Das Gerät ist direkt mit den Computern der Sachbearbeiter im Büro verbunden und liefert, nach kurzer Überprüfung, die Daten an die dortige Software. "Das erspart Zeit und bei Wartezeiten kann der Bürger quasi schon einmal vorarbeiten", erklärt Jürgen Terstegen, Leiter des Bottroper Bürgerbüros. Auch im Bottroper Rathaus soll zum 1. August so ein Terminal installiert werden.Auf EDV angepasst

Bislang haben bereits zwölf Personen den Automaten in Kirchhellen genutzt. Rund 2000 Anträge für Personalausweise und Reisepässe werden in Kirchhellen insgesamt pro Jahr gestellt. Vor der Inbetriebnahme vor einer Woche lief die sogenannte "Speed Capture Station" im Testbetrieb. Zwar gibt es solche Geräte schon in einigen Städten, "das Terminal musste jedoch erst auf unsere ganz eigene EDV-Architektur angepasst werden", so Terstegen. Er lobt vor allem die intuitive Bedienbarkeit dank Touch-Bildschirm, die geringe Störanfälligkeit und die sofortige Kontrolle von Foto und Fingerabdrücken. "Damit entfällt die lästige Diskussion am Schalter, ob das Bild auch wirklich biometrisch ist." Auch für Rollstuhlfahrer ist die Bedienung des Terminals dank einfacher Höhenverstellbarkeit möglich. Bei Fragen helfen die Mitarbeiter des Bürgerbüros schnell weiter. Dennoch ist und bleibt die Nutzung des Gerätes natürlich freiwillig.Sechs Euro

Wer den Automaten nutzen möchte, muss dafür sechs Euro bezahlen. Das entspreche dem Preis, den man auch bei einem Fotoautomaten zahlen würde, so die Stadtverwaltung. Werden zeitgleich ein Reisepass und ein Personalausweis beantragt, fallen diese Kosten nur einmal an.

Datenschutzrechtlich sei sowohl das Terminal als auch das Verfahren geprüft, betont Bürgerbüroleiter Jürgen Terstegen. Die Zulassung des Terminals sei über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert.

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