Bernd Maaßen (links) und Georg Hönes von der Bürgerinitiative Feldhausen wollen mit ihrer Plakataktion gegen den Bebauungsplan 97 protestieren. © Bürgerinitiative
Plakataktion

Bürgerinitiative Feldhausen protestiert mit Plakaten gegen Neubaupläne

Die Bürgerinitiative Feldhausen kritisiert Neubaupläne der Stadt Bottrop. Jetzt aufgestellte Plakate sollen unter anderem auf fehlende Betreuungsplätze und mangelnden Umweltschutz hinweisen.

Mit Plakaten an der Marienstraße in Feldhausen macht die Initiative Feldhausen ihren Unmut über den Bebauungsplan 97 der Stadt Bottrop deutlich. Mit ihrer Protestaktion wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative ihre Forderungen bekräftigen und den Bürgern signalisieren, dass in Feldhausen zurzeit die Erschließung weiterer Neubaugebiete aus ihrer Sicht keinen Sinn macht.

Bernd Maaßen und Georg Hönes kritisieren auf ihren Plakaten den Flächenfraß, das überaus starke Wachstum Feldhausens in den letzten Jahren und das Fehlen von Kita-Plätzen. Sie fordern ein schlüssiges Gesamtkonzept für Feldhausen.

Bürgerinitiative kritisiert fehlende Betreuungsplätze

Die Einwohnerzahl in Feldhausen sei in den letzten 15 Jahren um knapp 20 Prozent gewachsen, rund 25 Hektar landwirtschaftlicher und ökologischer Flächen dagegen den Neubaugebieten zum Opfer gefallen. Dies sei gerade für einen kleinflächigen Ortsteil wie Feldhausen ein enormer Flächenverlust.

„Die Infrastruktur ist nicht parallel weiterentwickelt worden“, betont Bernd Maaßen. Eine Folge davon sind fehlende Betreuungsplätze in den Kitas. „Die Stadt scheint die Sorgen und Nöte junger Familien zu ignorieren“, kritisiert Bernd Maaßen, der selbst dreifacher Familienvater ist.

Gemeinsame Gespräche mit der Stadt gefordert

„Wir fordern die Stadt Bottrop und die Kommunalpolitiker dazu auf, sich mit uns Bürgern in eine faire Diskussion zu begeben und die Situation in Feldhausen zu prüfen“, appelliert Georg Hönes. „Zusammen kann man dann Stärken und Schwächen der jetzigen Planungen analysieren und sinnvolle und wirksame Maßnahmen für die Entwicklung Feldhausens für die kommenden 10 bis 20 Jahre erarbeiten“, wünscht er sich.

„Die Stadt versteht unter Entwicklung von Feldhausen leider nur die Ausweisung weiterer Wohngebiete. In Feldhausen profitiert davon niemand außer den Investoren.“ Völlig vernachlässigt werde auch der Naturschutzaspekt. Zwei Magerwiesen, die als Ausgleichsfläche für das zuletzt entstandene Neubaugebiet „Gertskamp“ angelegt wurden, sollen der Bebauung zum Opfer fallen.

Bereits mehr als 280 Unterschriften für Online-Petition

Der Zusammenschluss von über 80 Feldhausenern fordert konkret den sofortigen Stopp der Planungen zur Bebauung an den Straßen Am Kuhberg, Hohes Feld und Grüner Weg. Hier sollen bis zu 60 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern entstehen.

Besonders wichtig ist der Bürgerinitiative das Problem der fehlenden Infrastruktur in Feldhausen, insbesondere der fehlenden Kita-Plätze. Dazu gibt es eine Onlinepetition. „Wir haben in kürzester Zeit und trotz Pandemie bereits über 280 digitale Unterschriften gesammelt“, erläutert Georg Hönes.

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Bastian Becker

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