Bürgerinitiative

Bürgerinitiative Zukunft Feldhausen: Bürger sollen Ideen entwickeln

Um ein Gesamtkonzept für die Zukunft Feldhausens geht es bei einer Bürgerversammlung, die am 25. August stattfindet. Das Motto lautet: „Was wünschen sich Feldhausener Bürgerinnen und Bürger für ihr Dorf?“
Die Bürgerinitiative Zukunft Feldhausen lädt zur Versammlung ein. © privat

Am 25. August (Mittwoch) ab 19.30 Uhr wollen die Mitglieder der Initiative Feldhausen mit allen Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft Feldhausens ins Gespräch kommen und Ideen sammeln.

Ein Workshop ist geplant

„Wir planen einen Workshop, bei dem sich jeder mit seinen Ideen und Wünschen zur Entwicklung Feldhausens einbringen kann“, erklärt Georg Hönes, Sprecher der Initiative in einer Pressemitteilung. Die Mitglieder der Initiative wollen Stände zu den Themen „Kindergarten und Schule“, „Einkaufen und ärztliche Versorgung“, „Verkehr“, „Vereine und Dorfleben“, „Wohnbauentwicklung“ und „Umwelt und Entwässerung“ vorbereiten.

An den Themenständen werden Impulse und Denkanstöße zu finden sein, über die die Bürgerinnen und Bürger ins Gespräch kommen können. Jeder ist eingeladen, seine Beiträge einzubringen. Die Initiatoren der Initiative Feldhausen wollen die Beiträge später auswerten, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ziel sei es, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das die Stärken und Schwächen von Feldhausen aufzeige, um Leitziele sowie Perspektiven für die Entwicklung des Ortsteils zu entwickeln.

„Wir wollen einen Dialog anstoßen“

„Wir wollen einen Dialog zwischen den Bürgern und der Politik über die Entwicklung von Feldhausen anstoßen und die Bürger in die Entwicklung Feldhausens einbeziehen“, erhofft sich Georg Hönes.

Bernd Maaßen, Sebastian und Georg Hönes haben die Bürgerinitiative Feldhausen gegründet.
Bernd Maaßen, Sebastian und Georg Hönes haben die Bürgerinitiative Feldhausen gegründet. Sie kritisieren die Kindergartenbedarfsplanung der Stadt Bottrop. © Julian Schäpertöns (A) © Julian Schäpertöns (A)

„In den vergangenen Jahren wurde in Feldhausen ein Baugebiet nach dem anderen erschlossen, ohne Konzept. Infrastruktur und Nahversorgung gingen aber immer weiter zurück“, beklagt Bernd Maaßen, Sprecher der Initiative Feldhausen. Der 35-jährige gebürtige Feldhausener erinnert sich noch gut daran, dass in Feldhausen in der Vergangenheit eine Bankfiliale, Einkaufsmöglichkeiten, eine Postfiliale und Kneipen vorhanden waren. „Das alles ist verschwunden und scheinbar gibt es seitens der Verantwortlichen auch keinen Plan, wie sich Feldhausen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln soll“, so Maaßen weiter.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative fühlen sich von Politik und Verwaltung allein gelassen. „Obwohl es schon bei den letzten Neubaugebieten in Feldhausen massiven Widerstand vonseiten vieler Feldhausener Bürgerinnen und Bürger gegeben hat, haben Politik und Verwaltung es bisher nicht geschafft, auf die Feldhausener Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, um über die Entwicklung ihres Dorfes zu sprechen oder gemeinsam Entwicklungspotentiale auszuloten. Stattdessen haben die politischen Gremien 2019, trotz zuvor getroffener gegenteiliger Aussagen, die Aufstellung eines weiteren Neubaugebietes beschlossen“, übt Georg Hönes Kritik.

Tatsächlich hätten Verwaltung und Politik bisher keinen Rahmenplan zur Entwicklung Feldhausens angestoßen. „Obwohl wir nun seit der Gründung unserer Initiative ein Gesamtkonzept fordern, passiert vonseiten der Stadt nichts in diese Richtung. Unsere Wunschvorstellung war die Gründung eines Arbeitskreises aus Politik, Verwaltung und interessierten Bürgerinnen und Bürgern, um über die Entwicklung von Feldhausen zu diskutieren“, erklärt Bernd Maaßen.

Beispiele aus anderen Kommunen

Beispiele aus anderen Kommunen wie Dorsten-Rhade, Bocholt oder Bochum-Gerthe zeigten, dass es auch anders gehe. Hier seien vonseiten der Kommunen Bürgerversammlungen veranstaltet und entsprechende Rahmenpläne erstellt worden. „Das ist auch so im Baugesetzbuch vorgesehen“, unterstreicht Bernd Maaßen.

Die Veranstaltung findet unter den dann gültigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie statt.

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