BUND warnt vor den Folgen des Bergbaus

Führung um den Heidesee

Bei einer Führung um den Heidesee konnten sich interessierte Bürger über die gerade fertig gestellte Spundwand informieren und über die Folgen des Bergbaus für Kirchhellen diskutieren.

KIRCHHELLEN

von Von Astrid Mohr

, 20.03.2011, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jürgen Schmidt (2.v.r.) zeigte den Bürgern die sichtbaren Folgen des Bergbaus am Heidesee.

Jürgen Schmidt (2.v.r.) zeigte den Bürgern die sichtbaren Folgen des Bergbaus am Heidesee.

Die Spundwand soll dann auch eine Verwässerung hinter dem Damm verhindern. Die Baumaßnahmen dauerten von Januar bis März. „Ob die Maßnahme Wirkung zeigt, wird die Zukunft beweisen“, so Jürgen Schmidt. Kritik übte er jedoch am Bauvorgang. „Durch den Baulärm haben die Nil- und Kanadagänse fluchtartig das Gebiet verlassen.“ Und auch einen weiteren Aspekt sieht Schmidt kritisch. Naturschutzgebiet Der Heidesee sei gerade deshalb von so großer Bedeutung und ein streng geschütztes Naturschutzgebiet, da in ihm eine besondere Algenart vorkomme, die nur in nährstoffarmem Wasser gedeiht. Ob der von der Ruhrkohle erklärte Schutz vor Eutrophierung, also einer Überdüngung des Sees, gewährleistet ist, sieht Schmidt noch skeptisch. Positiv hebt er allerdings die Einhaltung des Zeitplans sowie den versprochenen Schutz der Bäume im Umbaugebiet vor. Unabhängig von den bisher ergriffenen Maßnahmen zur Bewältigung der Bergbaufolgen ist die Forderung des Bundes für Umwelt und Naturschutz jedoch klar: „In den letzten Jahren des Bergbaus soll ein Eingriff in ökologisch sensible und bewohnte Bereiche nicht mehr stattfinden“, so Sigrid Lange.

Das Aus für den Bergbau ist für 2018 festgesetzt. Zum Abschluss ging es vom Heidesee auch zum nahe gelegenen Elsbach. Auch hier sind die Folgen des Bergbaus auf den ersten Blick zu erkennen. Durch das Absinken des Bodens hat sich der Bach im letzten Jahr enorm in die Weite gedehnt. Ein Flussbett ist nicht mehr erkennbar. Wo vorher Wald war, liegt nun ein kleiner See.

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