Corona: Keine Messen bis Mai - Pater Periya setzt auf Mail und Telefon

mlzKirche in Kirchhellen

Das Bistum Münster verzichtet auf Veranstaltungen bis zum 1. Mai. Pater Periya kommuniziert mit den Kirchhellener Gläubigen per Telefon und Mail und setzt auf den Glauben.

Kirchhellen

, 11.04.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keine Gottesdienste, Erstkommunionfeiern, Firmungen, Taufen und Trauungen - auch in St. Johannes in Kirchhellen steht das Gemeindeleben momentan still. Das Bistum Münster hat jetzt in einer Mail an Mitarbeitende und Kirchengemeinden mitgeteilt, dass vorerst bis zum 1. Mai auf solche Veranstaltung verzichtet werden soll. Man müsse „weiter auf Sicht fahren – eine auch von behördlicher Seite unterstützte Vorgehensweise“, heißt es von Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp.

Beibehalten wird bis mindestens 1. Mai auch das tägliche Glockenläuten aller Kirchenglocken im Bistum um 19.30 Uhr als Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft. Die Kirchen sollen darüber hinaus nach Möglichkeit weiter zum persönlichen Gebet geöffnet bleiben. Ebenso soll die Seelsorge – im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten – aufrecht erhalten werden.

Für Pater Periya in der Kirchhellen Gemeinde St. Johannes ist das gar nicht so leicht. „Alles steht still in der Gemeinde, außer Beerdigungen, die noch im kleinsten Familienkreis stattfinden“, sagt er. Trotz der aktuellen Einschränkungen gebe es jedoch immer Wege, miteinander zu kommunizieren. „Gott sei Dank gibt es die modernen Kommunikationsmittel, die unseren Kontakt erleichtern, wann und wo wir wollen“, so der Pater.

Persönlicher Kontakt sei über die Pfarrbüros möglich. Die Homepage werde zudem jeden Tag mit Informationen aktualisiert. Der Krisenstab der Gemeinde kommuniziere per E-Mail miteinander und gebe wichtige Informationen über die Homepage an die Gemeinde weiter. Außerdem gebe es Aushänge an den Kirchen.

„Ich habe außerdem jeden Tag eine private Messe, zwar ohne Gemeindemitglieder, aber immerhin eine heilige Messe für mich persönlich mit Fürbitten für unsere Gemeindemitglieder, unser Bistum, unsere Bischöfe und unseren Papst sowie für die Anliegen der gesamten Welt in dieser schwierigen Zeit“, so Pater Periya. Er glaubt, dass es eine organisatorische Herausforderung werden wird, alle verschobenen Termine wie Erstkommunion, Firmvorbereitungen etc. zeitlich in der Zeit nach der Corona-Krise zu regeln.

„Unser Leben auf dieser Erde ist nur etwas Vorläufiges“

„Menschen, die in ihrem Glauben stark verwurzelt sind, kommen meiner Meinung nach besser mit dieser Krisensituation zurecht. Diese Situation wird ihren eigenen Glauben bestimmt vertiefen und bewusst machen, dass unser Leben auf dieser Erde immer nur etwas Vorläufiges, Vorübergehendes ist“, gibt er den Gläubigen mit auf den Weg. Und weiter: „Wir sollten die Vorschriften und Anordnungen des Landes und des Bistums genau befolgen, um an Gottes Seite zu stehen und so einen Ausweg aus der Corona-Pandemie zu finden.“

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